F34.1 Dysthymia

ICD-10-GM 2024Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSALeichte und mittelgradige depressive Episoden (> 49 Jahre), Missbrauch von Personen, sonstige depressive Störungen und Episoden, organische Persönlichkeitsstörung, nicht-psychotisch organische Störung, n.n.bez., sonstige Hirndegenerationen, leichte kognitive Störung — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
⚖ Regellage1 weitere Quelle · zuletzt 12.03.2013 — Regeln außerhalb des Katalogs
Definition:

Hierbei handelt es sich um eine chronische, wenigstens mehrere Jahre andauernde depressive Verstimmung, die weder schwer noch hinsichtlich einzelner Episoden anhaltend genug ist, um die Kriterien einer schweren, mittelgradigen oder leichten rezidivierenden depressiven Störung (F33.-) zu erfüllen.

Inklusive:

Anhaltende ängstliche Depression

Depressiv: Neurose

Depressiv: Persönlichkeit(sstörung)

Neurotische Depression

Exklusive:

Ängstliche Depression (leicht, aber nicht anhaltend) F41.2

Regeln außerhalb des Katalogs1

BSGBSG, Urteil vom 12.03.2013: keine Aufgabe bei Nichtausübung aufgrund einer sich später als unrichtig erweisenden Arbeitsunfähigkeitsfeststellung – keine Abhängigkeit de …12.03.2013

1. Gibt ein freiwillig versicherter Selbstständiger vor Beginn eines Krankengeldanspruchs seine Erwerbstätigkeit auf, hat er keinen Anspruch auf Krankengeld, weil die Arbeitsunfähigkeit keinen Ausfall seines Arbeitseinkommens bedingt. 2. Ein mit Anspruch auf Krankengeld freiwillig versicherter Selbstständiger gibt seine Erwerbstätigkeit nicht auf, wenn er sie nur aufgrund ärztlicher Arbeitsunfähigkeitsfeststellung tatsächlich nicht ausübt, auch wenn diese sich später als unrichtig erweist.

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Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

220 Fälle · 51 % Männer · Gipfel 20 bis unter 25 Jahre · 57 % Allgemeine Psychiatrie’24

Rang 3156 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,001 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 33 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre5412,3 %120,5
10 bis unter 15 Jahre13495,9 %47,7
15 bis unter 18 Jahre175127,7 %39,3
18 bis unter 20 Jahre8443,6 %34,4
20 bis unter 25 Jahre27141312 %33,6
25 bis unter 30 Jahre2721612 %29,4
30 bis unter 35 Jahre201199,1 %38,6
35 bis unter 40 Jahre121025,5 %27,7
40 bis unter 45 Jahre10374,5 %18,2
45 bis unter 50 Jahre10644,5 %54,3
50 bis unter 55 Jahre10734,5 %25,2
55 bis unter 60 Jahre191098,6 %36,8
60 bis unter 65 Jahre205159,1 %30,6
65 bis unter 70 Jahre6332,7 %24,2
70 bis unter 75 Jahre4041,8 %24,0
75 bis unter 80 Jahre5142,3 %21,8
80 bis unter 85 Jahre4221,8 %17,0
85 bis unter 90 Jahre2110,91 %12,2
90 bis unter 95 Jahre1100,45 %–
ab 95 Jahren000––

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Behandelnde Fachabteilung’23

277 Fälle

Vor allem Allgemeine Psychiatrie und Psychosomatik/Psychotherapie (57 % und 20 %)

  • Allgemeine Psychiatrie57 %157
  • Psychosomatik/Psychotherapie20 %55
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie10 %28
  • Neurologie4,7 %13
  • Innere Medizin4,3 %12
  • Übrige 4 Abteilungen4,3 %12
▸ Übrige einzeln
  • Pädiatrie2,5 %7
  • Geriatrie0,72 %2
  • Kardiologie0,72 %2
  • Unfallchirurgie0,36 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F34.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis17

Anhaltende ängstliche Depression
Primärschlüssel
Depressive Neurose
Primärschlüssel
Depressive Persönlichkeitsstörung
Primärschlüssel
Dysthymia
Primärschlüssel
Dysthymie
Primärschlüssel
Hypothyme Persönlichkeit
Primärschlüssel
Hypothyme Persönlichkeitsstörung
Primärschlüssel
Hypothyme Psychopathie
Primärschlüssel
Nervöse Depression
Primärschlüssel
Neurotisch-depressive Reaktion
Primärschlüssel
Neurotisch-depressive Verstimmung
Primärschlüssel
Neurotisch-depressiver Zustand
Primärschlüssel
Neurotische Depression
Primärschlüssel
Neurotische Depression ohne psychotische Symptome
Primärschlüssel
Neurotischer Zustand mit depressiven Phasen
Primärschlüssel
Psychoneurotische Depression
Primärschlüssel
▸ noch 1 Einträge
Reaktive depressive Verstimmung
Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Dysthymia

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2024 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte