F25.- Schizoaffektive Störungen

ICD-10-GM 2025Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
Definition:

Episodische Störungen, bei denen sowohl affektive als auch schizophrene Symptome auftreten, aber die weder die Kriterien für Schizophrenie noch für eine depressive oder manische Episode erfüllen. Andere Zustandsbilder, bei denen affektive Symptome eine vorher bestehende Schizophrenie überlagern, oder bei denen sie mit anderen anhaltenden Wahnkrankheiten gemeinsam auftreten oder alternieren, sind unter F20-F29 zu kodieren. Parathyme psychotische Symptome bei affektiven Störungen rechtfertigen die Diagnose einer schizoaffektiven Störung nicht.

Subkodes5

F25.0 Schizoaffektive Störung, gegenwärtig manischCCL:12Morbi-RSAATC: 15
F25.1 Schizoaffektive Störung, gegenwärtig depressivCCL:12Morbi-RSAATC: 15
F25.2 Gemischte schizoaffektive StörungCCL:12Morbi-RSAATC: 15
F25.8 Sonstige schizoaffektive StörungenCCL:12Morbi-RSAATC: 15
F25.9 Schizoaffektive Störung, nicht näher bezeichnetCCL:12Morbi-RSAATC: 15

Diagnosehäufigkeit

25.327 Fälle · 61 % Frauen · Gipfel 55 bis unter 60 Jahre · 98 % Allgemeine Psychiatrie’24

Zusammengezählt über alle Kodes unter F25.-.

Rang 160 von 1.532 auf derselben Katalogebene · 0,14 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 49, der Frauen ab etwa 55 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre000––
10 bis unter 15 Jahre312290,12 %38,2
15 bis unter 18 Jahre11644720,46 %56,2
18 bis unter 20 Jahre14950990,59 %38,1
20 bis unter 25 Jahre7404113292,9 %39,7
25 bis unter 30 Jahre1.2956866095,1 %39,9
30 bis unter 35 Jahre1.7728798937,0 %37,2
35 bis unter 40 Jahre2.1511.0041.1478,5 %36,6
40 bis unter 45 Jahre2.4711.0721.3999,8 %37,5
45 bis unter 50 Jahre2.3089211.3879,1 %40,0
50 bis unter 55 Jahre2.8731.1001.77311 %40,6
55 bis unter 60 Jahre3.7121.3122.40015 %41,9
60 bis unter 65 Jahre3.2781.1042.17413 %41,9
65 bis unter 70 Jahre2.1166801.4368,4 %42,4
70 bis unter 75 Jahre1.3102991.0115,2 %41,4
75 bis unter 80 Jahre5421214212,1 %37,9
80 bis unter 85 Jahre353572961,4 %39,8
85 bis unter 90 Jahre957880,38 %32,8
90 bis unter 95 Jahre153120,059 %22,5
ab 95 Jahren000––

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Behandelnde Fachabteilung’23

25.556 Fälle

Überwiegend Allgemeine Psychiatrie (98 %)

  • Allgemeine Psychiatrie98 %25.111
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,53 %136
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,50 %129
  • Neurologie0,28 %71
  • Innere Medizin0,25 %63
  • Übrige 11 Abteilungen0,18 %46
▸ Übrige einzeln
  • Geriatrie0,043 %11
  • Kardiologie0,031 %8
  • Gastroenterologie0,023 %6
  • Intensivmedizin0,023 %6
  • Pädiatrie0,016 %4
  • Chirurgie0,012 %3
  • Sonstige Fachabteilung0,012 %3
  • Unfallchirurgie0,008 %2
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,004 %1
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,004 %1
  • Nephrologie0,004 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Schizoaffektive Störungen

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2025 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte