F20.2 Katatone Schizophrenie

ICD-10-GM 2024Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
CCL:12Complication and Comorbidity Level je Partition: Als Nebendiagnose kann dieser Kode mit den Stufen 1, 2 in die PCCL-Berechnung eingehen.
Morbi-RSASchizophrenie — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Orpha: 1Unter dieser Schlüsselnummer führt die amtliche Datei Alpha-ID-SE eine Seltene Erkrankung mit eigener Orpha-Kennnummer. Liegt eine davon vor, ist die Kennnummer seit dem 1.4.2023 im Krankenhaus zusätzlich zu dieser Schlüsselnummer zu übermitteln. Sie stehen unten.
Definition:

Die katatone Schizophrenie ist gekennzeichnet von den im Vordergrund stehenden psychomotorischen Störungen, die zwischen Extremen wie Erregung und Stupor sowie Befehlsautomatismus und Negativismus alternieren können. Zwangshaltungen und -stellungen können lange Zeit beibehalten werden. Episodenhafte schwere Erregungszustände können ein Charakteristikum dieses Krankheitsbildes sein. Die katatonen Phänomene können mit einem traumähnlichen (oneiroiden) Zustand mit lebhaften szenischen Halluzinationen verbunden sein.

Inklusive:

Katatoner Stupor

Schizophren: Flexibilitas cerea

Schizophren: Katalepsie

Schizophren: Katatonie

Diagnosehäufigkeit

1.565 Fälle · 54 % Männer · Gipfel 30 bis unter 35 Jahre · 98 % Allgemeine Psychiatrie’24

Rang 1305 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,009 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 39, der Frauen ab etwa 53 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre000––
10 bis unter 15 Jahre5230,32 %17,0
15 bis unter 18 Jahre9540,58 %40,1
18 bis unter 20 Jahre212011,3 %37,0
20 bis unter 25 Jahre126106208,1 %62,0
25 bis unter 30 Jahre146109379,3 %49,2
30 bis unter 35 Jahre1901167412 %50,8
35 bis unter 40 Jahre14991589,5 %57,6
40 bis unter 45 Jahre14379649,1 %43,5
45 bis unter 50 Jahre8037435,1 %57,1
50 bis unter 55 Jahre171868511 %43,5
55 bis unter 60 Jahre1706011011 %48,9
60 bis unter 65 Jahre169729711 %38,1
65 bis unter 70 Jahre11848707,5 %42,1
70 bis unter 75 Jahre4515302,9 %31,5
75 bis unter 80 Jahre12390,77 %23,8
80 bis unter 85 Jahre10280,64 %26,5
85 bis unter 90 Jahre000–32,7
90 bis unter 95 Jahre1010,064 %5,0
ab 95 Jahren000––

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 31,5 Tagen (70 bis unter 75 Jahre) und ⌀ 62,0 Tagen (20 bis unter 25 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

79.021 Fälle

Überwiegend Allgemeine Psychiatrie (98 %)

  • Allgemeine Psychiatrie98 %77.696
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,73 %577
  • Innere Medizin0,39 %306
  • Neurologie0,27 %211
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,081 %64
  • Übrige 17 Abteilungen0,21 %167
▸ Übrige einzeln
  • Pädiatrie0,048 %38
  • Intensivmedizin0,035 %28
  • Kardiologie0,028 %22
  • Gastroenterologie0,024 %19
  • Sonstige Fachabteilung0,020 %16
  • Geriatrie0,018 %14
  • Chirurgie0,008 %6
  • Unfallchirurgie0,008 %6
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,005 %4
  • Pneumologie0,005 %4
  • Nephrologie0,004 %3
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,003 %2
  • Endokrinologie0,001 %1
  • Geburtshilfe0,001 %1
  • Orthopädie0,001 %1
  • Rheumatologie0,001 %1
  • Urologie0,001 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F20.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis17

Akute katatone Katalepsie
Primärschlüssel
Akute Katatonie
Primärschlüssel
Flexibilitas cerea bei Schizophrenie
Primärschlüssel
Idiopathische Katatonie
648919Primärschlüssel
Kataleptische Schizophrenie
Primärschlüssel
Katatone Agitation
Primärschlüssel
Katatone Demenz
Primärschlüssel
Katatone Erregung
Primärschlüssel
Katatone Schizophrenie
Primärschlüssel
Katatoner Erregungszustand
Primärschlüssel
Katatoner Spannungszustand
Primärschlüssel
Katatoner Stupor
Primärschlüssel
Katatonie
Primärschlüssel
Schizophrene Flexibilitas cerea
Primärschlüssel
Schizophrene Katalepsie
Primärschlüssel
Schizophrene Katatonie
Primärschlüssel
▸ noch 1 Einträge
Katatonischer Stupor
zurückgezogenPrimärschlüssel

Seltene Erkrankungen (Orpha)1

648919
Idiopathische Katatonie

Arzneimittelvalidierung Morbi-RSA (ATC)15

N02CX
Andere MigränemittelICD:F20.0F20.1F20.2+24
N03AF
Carboxamid-DerivateICD:F20.0F20.1F20.2+60
N03AG
Fettsäure-DerivateICD:F20.0F20.1F20.2+34
N03AX
Andere AntiepileptikaICD:F20.0F20.1F20.2+61
N05AA
Phenothiazine mit aliphatischer SeitenketteICD:F20.0F20.1F20.2+33
N05AB
Phenothiazine mit PiperazinstrukturICD:F20.0F20.1F20.2+33
N05AC
Phenothiazine mit PiperidinstrukturICD:F20.0F20.1F20.2+33
N05AD
Butyrophenon-DerivateICD:F20.0F20.1F20.2+33
N05AE
Indol-DerivateICD:F20.0F20.1F20.2+33
N05AF
Thioxanthen-DerivateICD:F20.0F20.1F20.2+33
N05AG
Diphenylbutylpiperidin-DerivateICD:F20.0F20.1F20.2+33
N05AH
Diazepine, Oxazepine, Thiazepine und OxepineICD:F20.0F20.1F20.2+33
N05AL
BenzamideICD:F20.0F20.1F20.2+33
N05AN
LithiumICD:F20.0F20.1F20.2+37
N05AX
Andere AntipsychotikaICD:F20.0F20.1F20.2+33

Änderungen

2010Bestand
Katatone Schizophrenie

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2024 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte