F20.1 Hebephrene Schizophrenie

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
CCL:12Complication and Comorbidity Level je Partition: Als Nebendiagnose kann dieser Kode mit den Stufen 1, 2 in die PCCL-Berechnung eingehen.
Morbi-RSASchizophrenie — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Definition:

Eine Form der Schizophrenie, bei der die affektiven Veränderungen im Vordergrund stehen, Wahnvorstellungen und Halluzinationen flüchtig und bruchstückhaft auftreten, das Verhalten verantwortungslos und unvorhersehbar ist und Manierismen häufig sind. Die Stimmung ist flach und unangemessen. Das Denken ist desorganisiert, die Sprache zerfahren. Der Kranke neigt dazu, sich sozial zu isolieren. Wegen der schnellen Entwicklung der Minussymptomatik, besonders von Affektverflachung und Antriebsverlust, ist die Prognose zumeist schlecht. Eine Hebephrenie soll in aller Regel nur bei Jugendlichen oder jungen Erwachsenen diagnostiziert werden.

Inklusive:

Desintegrative Schizophrenie

Hebephrenie

Diagnosehäufigkeit

2.556 Fälle · 60 % Männer · Gipfel 25 bis unter 30 Jahre · 98 % Allgemeine Psychiatrie’23

Rang 967 von 7.684 auf derselben Katalogebene · 0,015 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 31 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre5500,20 %6,6
10 bis unter 15 Jahre163130,63 %75,4
15 bis unter 18 Jahre6739282,6 %57,2
18 bis unter 20 Jahre12370534,8 %38,2
20 bis unter 25 Jahre46828118718 %41,6
25 bis unter 30 Jahre49433915519 %36,1
30 bis unter 35 Jahre38625013615 %39,4
35 bis unter 40 Jahre33219613613 %31,9
40 bis unter 45 Jahre2451411049,6 %36,2
45 bis unter 50 Jahre15181705,9 %28,0
50 bis unter 55 Jahre7641353,0 %38,0
55 bis unter 60 Jahre9343503,6 %37,0
60 bis unter 65 Jahre6630362,6 %25,0
65 bis unter 70 Jahre2211110,86 %43,0
70 bis unter 75 Jahre9540,35 %32,6
75 bis unter 80 Jahre2110,078 %29,0
80 bis unter 85 Jahre1100,039 %19,0
85 bis unter 90 Jahre000––
90 bis unter 95 Jahre000––
ab 95 Jahren000––

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 25,0 Tagen (60 bis unter 65 Jahre) und ⌀ 57,2 Tagen (15 bis unter 18 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

79.021 Fälle

Überwiegend Allgemeine Psychiatrie (98 %)

  • Allgemeine Psychiatrie98 %77.696
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,73 %577
  • Innere Medizin0,39 %306
  • Neurologie0,27 %211
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,081 %64
  • Übrige 17 Abteilungen0,21 %167
▸ Übrige einzeln
  • Pädiatrie0,048 %38
  • Intensivmedizin0,035 %28
  • Kardiologie0,028 %22
  • Gastroenterologie0,024 %19
  • Sonstige Fachabteilung0,020 %16
  • Geriatrie0,018 %14
  • Chirurgie0,008 %6
  • Unfallchirurgie0,008 %6
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,005 %4
  • Pneumologie0,005 %4
  • Nephrologie0,004 %3
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,003 %2
  • Endokrinologie0,001 %1
  • Geburtshilfe0,001 %1
  • Orthopädie0,001 %1
  • Rheumatologie0,001 %1
  • Urologie0,001 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F20.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis8

Akute Hebephrenie
Primärschlüssel
Desintegrative Schizophrenie
Primärschlüssel
Desorganisierte Schizophrenie
Primärschlüssel
Hebephrene Dementia praecox
Primärschlüssel
Hebephrene Demenz
Primärschlüssel
Hebephrene Schizophrenie
Primärschlüssel
Hebephrenie
Primärschlüssel
Jugendirresein
zurückgezogenPrimärschlüssel

Arzneimittelvalidierung Morbi-RSA (ATC)15

N02CX
Andere MigränemittelICD:F20.0F20.1F20.2+24
N03AF
Carboxamid-DerivateICD:F20.0F20.1F20.2+60
N03AG
Fettsäure-DerivateICD:F20.0F20.1F20.2+34
N03AX
Andere AntiepileptikaICD:F20.0F20.1F20.2+50
N05AA
Phenothiazine mit aliphatischer SeitenketteICD:F20.0F20.1F20.2+33
N05AB
Phenothiazine mit PiperazinstrukturICD:F20.0F20.1F20.2+33
N05AC
Phenothiazine mit PiperidinstrukturICD:F20.0F20.1F20.2+33
N05AD
Butyrophenon-DerivateICD:F20.0F20.1F20.2+33
N05AE
Indol-DerivateICD:F20.0F20.1F20.2+33
N05AF
Thioxanthen-DerivateICD:F20.0F20.1F20.2+33
N05AG
Diphenylbutylpiperidin-DerivateICD:F20.0F20.1F20.2+33
N05AH
Diazepine, Oxazepine, Thiazepine und OxepineICD:F20.0F20.1F20.2+33
N05AL
BenzamideICD:F20.0F20.1F20.2+33
N05AN
LithiumICD:F20.0F20.1F20.2+37
N05AX
Andere AntipsychotikaICD:F20.0F20.1F20.2+33

Änderungen

2010Bestand
Hebephrene Schizophrenie

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte