F11.- Psychische und Verhaltensstörungen durch Opioide

ICD-10-GM 2025Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
⚖ Regellage1 verbindliche Regel — Regeln außerhalb des Katalogs
Zusatzkennzeichen:

[4. Stellen siehe am Anfang dieser Krankheitsgruppe]

Kodierhinweis:

Benutze im Geltungsbereich des § 17d KHG (eine) zusätzliche Schlüsselnummer(n) aus U69.3-!, um einen intravenösen (U69.30!) oder nichtintravenösen (U69.31!) Heroinkonsum oder einen intravenösen Konsum sonstiger Opioide (U69.32!) anzugeben.

Regeln außerhalb des Katalogs1

Die allgemeinen Hinweise zu den Kategorien F10–F19 in der ICD-10-GM sind zu beachten.

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes10

F11.0 Akute Intoxikation [akuter Rausch]CCL:12Morbi-RSA⚖ 1
F11.1 Schädlicher GebrauchCCL:12Morbi-RSA⚖ 1
F11.2 AbhängigkeitssyndromCCL:12Morbi-RSA⚖ 2
F11.3 EntzugssyndromCCL:12Morbi-RSA⚖ 1
F11.4 Entzugssyndrom mit DelirCCL:12Morbi-RSA⚖ 1
F11.5 Psychotische StörungCCL:12Morbi-RSA⚖ 1
F11.6 Amnestisches SyndromCCL:12Morbi-RSA⚖ 1
F11.7 Restzustand und verzögert auftretende psychotische StörungCCL:12Morbi-RSA⚖ 1
F11.8 Sonstige psychische und VerhaltensstörungenCCL:12Morbi-RSA⚖ 1
F11.9 Nicht näher bezeichnete psychische und VerhaltensstörungCCL:12Morbi-RSA⚖ 1

Diagnosehäufigkeit

23.414 Fälle · 78 % Männer · Gipfel 40 bis unter 45 Jahre · 88 % Allgemeine Psychiatrie’24

Zusammengezählt über alle Kodes unter F11.-.

Rang 178 von 1.532 auf derselben Katalogebene · 0,13 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 41 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr1100,004 %10,0
1 bis unter 5 Jahre1100,004 %6,0
5 bis unter 10 Jahre000–2,0
10 bis unter 15 Jahre184140,077 %16,1
15 bis unter 18 Jahre2271101170,97 %17,6
18 bis unter 20 Jahre6244052192,7 %13,7
20 bis unter 25 Jahre2.3561.84151510 %15,2
25 bis unter 30 Jahre2.1701.7274439,3 %13,8
30 bis unter 35 Jahre2.1031.6414629,0 %14,9
35 bis unter 40 Jahre3.4032.67073315 %15,3
40 bis unter 45 Jahre3.9983.21478417 %15,6
45 bis unter 50 Jahre3.1562.57258413 %15,9
50 bis unter 55 Jahre2.2201.7774439,5 %15,9
55 bis unter 60 Jahre1.5151.1653506,5 %15,9
60 bis unter 65 Jahre7875901973,4 %16,3
65 bis unter 70 Jahre3372371001,4 %17,0
70 bis unter 75 Jahre19399940,82 %12,9
75 bis unter 80 Jahre10849590,46 %12,3
80 bis unter 85 Jahre9033570,38 %11,6
85 bis unter 90 Jahre8117640,35 %5,1
90 bis unter 95 Jahre227150,094 %5,6
ab 95 Jahren4130,017 %6,8

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Behandelnde Fachabteilung’23

24.786 Fälle

Überwiegend Allgemeine Psychiatrie (88 %)

  • Allgemeine Psychiatrie88 %21.898
  • Innere Medizin6,7 %1.653
  • Sonstige Fachabteilung1,9 %473
  • Intensivmedizin0,77 %190
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,42 %104
  • Übrige 21 Abteilungen1,9 %468
▸ Übrige einzeln
  • Neurologie0,42 %104
  • Kardiologie0,37 %92
  • Gastroenterologie0,36 %89
  • Pädiatrie0,33 %83
  • Pneumologie0,093 %23
  • Chirurgie0,069 %17
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,044 %11
  • Unfallchirurgie0,036 %9
  • Geriatrie0,032 %8
  • Nephrologie0,028 %7
  • Orthopädie0,028 %7
  • Neurochirurgie0,020 %5
  • Endokrinologie0,008 %2
  • Gefäßchirurgie0,008 %2
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,008 %2
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,008 %2
  • Dermatologie0,004 %1
  • Kinderkardiologie0,004 %1
  • Neonatologie0,004 %1
  • Strahlenheilkunde0,004 %1
  • Urologie0,004 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Psychische und Verhaltensstörungen durch Opioide

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2025 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte