F10.2 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Abhängigkeitssyndrom

Kurz erklärt: Alkoholabhängigkeit.

ICD-10-GM 2024Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
CCL:12Complication and Comorbidity Level je Partition: Als Nebendiagnose kann dieser Kode mit den Stufen 1, 2 in die PCCL-Berechnung eingehen.
Morbi-RSAAlkoholabhängigkeit — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
⚖ Regellage1 verbindliche Regel · 2 SEG-4-Empfehlungen · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs

Regeln außerhalb des Katalogs3

gilt über F10.-

Die allgemeinen Hinweise zu den Kategorien F10–F19 in der ICD-10-GM sind zu beachten.

Ist im Fall eines Patienten, bei dem anamnestisch eine Alkoholabhängigkeit bestand und bei dem alkoholische Folgeerkrankungen (chronische Pankreatitis, Leberzirrhose) vorliegen, der aber nach Therapie seit einem Jahr abstinent ist, der ICD-Kode F10.

SEG-4KDE 14: Alkoholrausch01.01.2026

Abgrenzung bei der Kodierung als Hauptdiagnose für stationäre Behandlung: F10.0 Psychische Störungen und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Akute Intoxikation [akuter Rausch] gegen T51.0 Toxische Wirkung von vorwiegend nicht medizinisch verwendeten Substanzen, Toxische Wirkung von Alkohol, Äthanol

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

120.414 Fälle · 74 % Männer · Gipfel 40 bis unter 45 Jahre · 68 % Allgemeine Psychiatrie’24

Rang 15 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,67 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 48 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre000–28,0
10 bis unter 15 Jahre7340,006 %49,0
15 bis unter 18 Jahre10464400,086 %26,3
18 bis unter 20 Jahre5913822090,49 %15,9
20 bis unter 25 Jahre2.7572.0257322,3 %13,6
25 bis unter 30 Jahre5.1314.0041.1274,3 %13,6
30 bis unter 35 Jahre8.6216.6761.9457,2 %13,6
35 bis unter 40 Jahre14.61711.0173.60012 %13,9
40 bis unter 45 Jahre17.98713.3114.67615 %13,9
45 bis unter 50 Jahre15.88511.8294.05613 %14,0
50 bis unter 55 Jahre15.20111.2473.95413 %14,2
55 bis unter 60 Jahre16.67612.0294.64714 %14,2
60 bis unter 65 Jahre13.0109.3763.63411 %14,4
65 bis unter 70 Jahre6.0524.2501.8025,0 %14,8
70 bis unter 75 Jahre2.5331.6958382,1 %14,3
75 bis unter 80 Jahre8785343440,73 %14,7
80 bis unter 85 Jahre2831581250,24 %13,4
85 bis unter 90 Jahre7457170,061 %13,8
90 bis unter 95 Jahre6420,005 %21,0
ab 95 Jahren1010,001 %1,0

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Behandelnde Fachabteilung’23

232.737 Fälle

Überwiegend Allgemeine Psychiatrie (68 %)

  • Allgemeine Psychiatrie68 %158.748
  • Innere Medizin22 %51.198
  • Pädiatrie2,6 %5.957
  • Neurologie1,8 %4.255
  • Gastroenterologie1,8 %4.123
  • Übrige 27 Abteilungen3,6 %8.456
▸ Übrige einzeln
  • Intensivmedizin1,2 %2.763
  • Sonstige Fachabteilung0,71 %1.656
  • Kardiologie0,70 %1.629
  • Chirurgie0,23 %524
  • Unfallchirurgie0,20 %458
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,16 %381
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,092 %214
  • Pneumologie0,089 %207
  • Endokrinologie0,077 %180
  • Orthopädie0,048 %111
  • Geriatrie0,038 %89
  • Nephrologie0,037 %85
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,026 %60
  • Kinderkardiologie0,008 %18
  • Neurochirurgie0,006 %15
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,006 %14
  • Kinderchirurgie0,005 %12
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,004 %10
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,003 %8
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,003 %6
  • Urologie0,002 %5
  • Neonatologie0,001 %3
  • Dermatologie0,001 %2
  • Gefäßchirurgie0,001 %2
  • Plastische Chirurgie0,001 %2
  • Augenheilkunde0,000 %1
  • Strahlenheilkunde0,000 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F10.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis25

Abhängigkeit von Äthanol
Primärschlüssel
Abhängigkeit von Äthylalkohol
Primärschlüssel
Abhängigkeit von Alkohol
Primärschlüssel
Abhängigkeit von Methylalkohol
Primärschlüssel
Abhängigkeitssyndrom bei Gebrauch von Alkohol
Primärschlüssel
Absinthabhängigkeit
Primärschlüssel
Äthylismus
Primärschlüssel
Alkoholismus
Primärschlüssel
Alkoholkrankheit
Primärschlüssel
Alkoholsucht
Primärschlüssel
Beständiges Trinken
Primärschlüssel
Chronische Alkoholsucht
Primärschlüssel
Chronische Trunkenheit
Primärschlüssel
Chronische Trunksucht
Primärschlüssel
Chronischer Äthylismus
Primärschlüssel
Chronischer Alkoholabusus
Primärschlüssel
▸ noch 9 Einträge
Chronischer Alkoholismus
Primärschlüssel
Chronischer Alkoholmissbrauch
Primärschlüssel
Chronisches Potatorium
Primärschlüssel
Dipsomanie
Primärschlüssel
Gewohnheitsmäßiges Trinken
Primärschlüssel
Periodische Trunksucht
Primärschlüssel
Potatorium
Primärschlüssel
Quartalssäufer
Primärschlüssel
Trunksucht
Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Abhängigkeitssyndrom

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2024 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte