F06.3 Organische affektive Störungen

ICD-10-GM 2027Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
CCL:1234’26Complication and Comorbidity Level je Partition: Als Nebendiagnose kann dieser Kode mit den Stufen 1, 2, 3, 4 in die PCCL-Berechnung eingehen.
Morbi-RSA’26Degenerative Hirnerkrankungen, Delire, organisch bedingte psychische Störungen, sonstige psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
⚖ Regellage1 verbindliche Regel · 1 SEG-4-Empfehlung · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Definition:

Störungen, die durch eine Veränderung der Stimmung oder des Affektes charakterisiert sind, meist zusammen mit einer Veränderung der gesamten Aktivitätslage. Depressive, hypomanische, manische oder bipolare Zustandsbilder (F30-F38) sind möglich, entstehen jedoch als Folge einer organischen Störung.

Exklusive:

Nichtorganische oder nicht näher bezeichnete affektive Störungen F30-F39

Regeln außerhalb des Katalogs2

gilt über F06.-

-Anmerkung: Erläuterungen, die mit den entsprechenden Abschnitten aus dem Regelwerk für die WHO-Ausgabe der ICD-10 (Band II) identisch sind, sind am Ende mit „(WHO)“ gekennzeichnet.

Wie sind Halluzinationen und/oder affektive Symptome, die im Rahmen einer bekannten Parkinson-Demenz auftreten und behandelt werden, zu verschlüsseln?

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

5.759 Fälle · 51 % Frauen · Gipfel 80 bis unter 85 Jahre · 78 % Allgemeine Psychiatrie’24

Rang 552 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,032 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 67, der Frauen ab etwa 73 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre000––
10 bis unter 15 Jahre3120,052 %152,5
15 bis unter 18 Jahre1100,017 %8,5
18 bis unter 20 Jahre199100,33 %33,8
20 bis unter 25 Jahre7540351,3 %32,4
25 bis unter 30 Jahre12974552,2 %24,6
30 bis unter 35 Jahre12480442,2 %30,1
35 bis unter 40 Jahre17576993,0 %28,6
40 bis unter 45 Jahre15471832,7 %30,5
45 bis unter 50 Jahre214117973,7 %34,0
50 bis unter 55 Jahre3471871606,0 %34,4
55 bis unter 60 Jahre5012812208,7 %33,9
60 bis unter 65 Jahre63036626411 %29,9
65 bis unter 70 Jahre5523172359,6 %31,0
70 bis unter 75 Jahre63432930511 %30,0
75 bis unter 80 Jahre59628730910 %27,3
80 bis unter 85 Jahre79730549214 %28,1
85 bis unter 90 Jahre59421937510 %23,9
90 bis unter 95 Jahre185571283,2 %23,4
ab 95 Jahren2910190,50 %15,3

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 23,4 Tagen (90 bis unter 95 Jahre) und ⌀ 34,4 Tagen (50 bis unter 55 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

18.042 Fälle

Überwiegend Allgemeine Psychiatrie (78 %)

  • Allgemeine Psychiatrie78 %14.151
  • Neurologie17 %3.059
  • Innere Medizin2,1 %372
  • Geriatrie1,1 %201
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,52 %94
  • Übrige 19 Abteilungen0,91 %165
▸ Übrige einzeln
  • Gastroenterologie0,16 %29
  • Kardiologie0,14 %26
  • Dermatologie0,11 %20
  • Sonstige Fachabteilung0,11 %20
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie0,089 %16
  • Intensivmedizin0,078 %14
  • Neurochirurgie0,055 %10
  • Nephrologie0,033 %6
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,028 %5
  • Pädiatrie0,028 %5
  • Chirurgie0,017 %3
  • Orthopädie0,017 %3
  • Urologie0,011 %2
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,006 %1
  • Gefäßchirurgie0,006 %1
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,006 %1
  • Pneumologie0,006 %1
  • Rheumatologie0,006 %1
  • Unfallchirurgie0,006 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F06.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis5

Depression nach Infektionskrankheit
Primärschlüssel
Exogene Depression
Primärschlüssel
Organische affektive Störung
Primärschlüssel
Organische bipolare Störung
Primärschlüssel
Organische depressive Störung
Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Organische affektive Störungen

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2027 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte