F04 Organisches amnestisches Syndrom, nicht durch Alkohol oder andere psychotrope Substanzen bedingt

ICD-10-GM 2015Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
⚖ Regellage1 verbindliche Regel — Regeln außerhalb des Katalogs
Definition:

Ein Syndrom mit deutlichen Beeinträchtigungen des Kurz- und Langzeitgedächtnisses, bei erhaltenem Immediatgedächtnis. Es finden sich eine eingeschränkte Fähigkeit, neues Material zu erlernen und zeitliche Desorientierung. Konfabulation kann ein deutliches Merkmal sein, aber Wahrnehmung und andere kognitive Funktionen, einschließlich Intelligenz, sind gewöhnlich intakt. Die Prognose ist abhängig vom Verlauf der zugrunde liegenden Läsion.

Inklusive:

Korsakow-Psychose oder -Syndrom, nicht alkoholbedingt

Exklusive:

Amnesie: anterograd R41.1

Amnesie: dissoziativ F44.0

Amnesie: retrograd R41.2

Amnesie: o.n.A. R41.3

Korsakow-Syndrom: alkoholbedingt oder nicht näher bezeichnet F10.6

Korsakow-Syndrom: durch andere psychotrope Substanzen bedingt F11-F19, vierte Stelle .6

Regeln außerhalb des Katalogs1

-Anmerkung: Erläuterungen, die mit den entsprechenden Abschnitten aus dem Regelwerk für die WHO-Ausgabe der ICD-10 (Band II) identisch sind, sind am Ende mit „(WHO)“ gekennzeichnet.

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Alphabetisches Verzeichnis7

Amnestisches Zustandsbild
Primärschlüssel
Dysmnesie
Primärschlüssel
Dysmnestisches Zustandsbild
Primärschlüssel
Nichtalkoholbedingte Korsakow-Krankheit
Primärschlüssel
Nichtalkoholbedingte Korsakow-Psychose
Primärschlüssel
Nichtalkoholisches Korsakow-Syndrom
Primärschlüssel
Nichtalkoholisches organisches amnestisches Syndrom
Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Organisches amnestisches Syndrom, nicht durch Alkohol oder andere psychotrope Substanzen bedingt

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2015 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte