F01.1 Multiinfarkt-Demenz

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSAWahn, Demenz bei anderen Erkrankungen, spezifische Zwangsstörungen, sonstige manische und bipolare affektive Störungen, schwere Depression ohne Rezidiv, rezidivierende depressive Störung (< 55 Jahre) — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
15 – 124Altersbeschränkung: 15 Jahre – 124 Jahre (Kann-Kriterium). Außerhalb dieses Bereichs erzeugt der Grouper eine Warnung, akzeptiert den Kode aber.
⚖ Regellage1 verbindliche Regel · 1 weitere Quelle · zuletzt 09.04.2019 — Regeln außerhalb des Katalogs
Definition:

Sie beginnt allmählich, nach mehreren vorübergehenden ischämischen Episoden (TIA), die eine Anhäufung von Infarkten im Hirngewebe verursachen.

Inklusive:

Vorwiegend kortikale Demenz

Regeln außerhalb des Katalogs2

gilt über F01.-

-Anmerkung: Erläuterungen, die mit den entsprechenden Abschnitten aus dem Regelwerk für die WHO-Ausgabe der ICD-10 (Band II) identisch sind, sind am Ende mit „(WHO)“ gekennzeichnet.

BSGBSG, Urteil vom 09.04.2019: Zu eigen machen bisher nicht kodierter und abgerechneter Diagnosen durch Krankenhaus als neue Rechnungstellung über den Behandlungsfall – Re …09.04.2019

1. Erklärt bei einem Streit über Krankenhausvergütung ohne kostenprivilegierte Beteiligte der Kläger einseitig den Rechtsstreit in der Hauptsache für erledigt, ist seine Feststellungsklage begründet, wenn sich die zunächst zulässige und begründete Leistungsklage erledigt hat. 2. Macht sich ein Krankenhaus im Streit über Vergütung Diagnosen zu eigen, die es bisher nicht kodiert und abgerechnet hat, ist es so zu stellen, als habe es eine neue Rechnung mit diesen Diagnosen über den Behandlungsfall erstellt.

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Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

466 Fälle · 57 % Männer · Gipfel 80 bis unter 85 Jahre · 59 % Allgemeine Psychiatrie’22

Rang 2416 von 7.638 auf derselben Katalogebene · 0,003 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 79 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre000––
10 bis unter 15 Jahre000––
15 bis unter 18 Jahre000––
18 bis unter 20 Jahre000––
20 bis unter 25 Jahre000––
25 bis unter 30 Jahre000––
30 bis unter 35 Jahre000––
35 bis unter 40 Jahre1100,21 %3,0
40 bis unter 45 Jahre000––
45 bis unter 50 Jahre1100,21 %8,0
50 bis unter 55 Jahre5501,1 %26,0
55 bis unter 60 Jahre11742,4 %34,0
60 bis unter 65 Jahre2715125,8 %23,1
65 bis unter 70 Jahre4127148,8 %16,9
70 bis unter 75 Jahre79512817 %20,7
75 bis unter 80 Jahre81463517 %23,0
80 bis unter 85 Jahre108624623 %18,1
85 bis unter 90 Jahre76373916 %15,3
90 bis unter 95 Jahre3213196,9 %15,8
ab 95 Jahren4040,86 %5,5

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 15,3 Tagen (85 bis unter 90 Jahre) und ⌀ 23,0 Tagen (75 bis unter 80 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

7.097 Fälle

Vor allem Allgemeine Psychiatrie und Neurologie (59 % und 20 %)

  • Allgemeine Psychiatrie59 %4.185
  • Neurologie20 %1.452
  • Innere Medizin9,7 %688
  • Geriatrie8,8 %625
  • Sonstige Fachabteilung0,52 %37
  • Übrige 14 Abteilungen1,5 %110
▸ Übrige einzeln
  • Kardiologie0,48 %34
  • Gastroenterologie0,45 %32
  • Nephrologie0,11 %8
  • Chirurgie0,099 %7
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,099 %7
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,070 %5
  • Intensivmedizin0,056 %4
  • Neurochirurgie0,042 %3
  • Orthopädie0,042 %3
  • Unfallchirurgie0,042 %3
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,014 %1
  • Pneumologie0,014 %1
  • Pädiatrie0,014 %1
  • Strahlenheilkunde0,014 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu F01.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis2

Multiinfarktdemenz
Primärschlüssel
Vorwiegend kortikale Demenz
Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Multiinfarkt-Demenz

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte