E14.9- Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus: Ohne Komplikationen

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Ambulant 4-stelligIn der stationären Versorgung (§ 301 SGB V) ist die endständige Schlüsselnummer anzugeben — dieser Kode selbst ist dort nicht kodierbar, sondern einer seiner Subkodes. In der ambulanten Versorgung (§ 295 SGB V) kann auf die fünfte Stelle verzichtet werden: in der hausärztlichen Versorgung, im organisierten Notfalldienst und in der fachärztlichen Versorgung für Diagnosen außerhalb des Fachgebietes.
Morbi-RSASonstiger Diabetes mellitus ohne Komplikationen, Lipodystrophie od. Lipomatose, a.o. nicht klassifiziert — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
28 Tage – 124Altersbeschränkung: 28 Tage – 124 Jahre (Kann-Kriterium). Außerhalb dieses Bereichs erzeugt der Grouper eine Warnung, akzeptiert den Kode aber.
⚖ Regellage3 verbindliche Regeln · 1 SEG-4-Empfehlung · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs

Regeln außerhalb des Katalogs4

gilt über E14.-

Typen des Diabetes mellitus

gilt über E14.-

Kapitel XV enthält zwei Bereiche zur Kodierung von Komplikationen in der Schwangerschaft:

gilt über E14.-

Die Diagnose „Vergiftung durch Arzneimittel/Drogen“ wird gestellt bei irrtümlicher Einnahme oder unsachgemäßer Anwendung (z.B. Einnahme zwecks Selbsttötung und Tötung).

gilt über E14.-FoKA: Konsens

Eine Schwangere wird mit entgleistem Diabetes mellitus Typ I stationär aufgenommen. Es besteht eine Ketoazidose mit der Notwendigkeit einer intensivmedizinischen Überwachung und Behandlung. Darf O24.0 Diabetes mellitus in der Schwangerschaft, vorher bestehender Diabetes mellitus, Typ 1 zusammen mit E10.

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes2

E14.90 Nicht als entgleist bezeichnet28 Tage – 124Morbi-RSA⚖ 4ATC: 5
E14.91 Als entgleist bezeichnet28 Tage – 124Morbi-RSA⚖ 4ATC: 5

Diagnosehäufigkeit

216 Fälle · 59 % Männer · Gipfel unter 1 Jahr · 29 % Innere Medizin’22

Rang 3216 von 7.638 auf derselben Katalogebene · 0,001 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 26, der Frauen ab etwa 1 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr95494644 %2,7
1 bis unter 5 Jahre3211,4 %2,0
5 bis unter 10 Jahre6332,8 %8,0
10 bis unter 15 Jahre5322,3 %2,6
15 bis unter 18 Jahre6332,8 %3,2
18 bis unter 20 Jahre1010,46 %12,0
20 bis unter 25 Jahre6332,8 %5,0
25 bis unter 30 Jahre8533,7 %5,8
30 bis unter 35 Jahre9634,2 %4,6
35 bis unter 40 Jahre8623,7 %3,3
40 bis unter 45 Jahre131036,0 %5,8
45 bis unter 50 Jahre5412,3 %12,2
50 bis unter 55 Jahre7523,2 %6,7
55 bis unter 60 Jahre11925,1 %9,3
60 bis unter 65 Jahre9454,2 %4,2
65 bis unter 70 Jahre10734,6 %5,7
70 bis unter 75 Jahre6332,8 %11,8
75 bis unter 80 Jahre2110,93 %4,0
80 bis unter 85 Jahre2200,93 %4,5
85 bis unter 90 Jahre3211,4 %17,7
90 bis unter 95 Jahre1100,46 %4,0
ab 95 Jahren000––

Behandelnde Fachabteilung

510 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Innere Medizin, hat 29 %

  • Innere Medizin29 %148
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe19 %96
  • Chirurgie10 %53
  • Augenheilkunde7,3 %37
  • Gastroenterologie6,5 %33
  • Übrige 17 Abteilungen28 %143
▸ Übrige einzeln
  • Pädiatrie5,5 %28
  • Gefäßchirurgie3,7 %19
  • Neurologie3,5 %18
  • Intensivmedizin2,4 %12
  • Geriatrie2,2 %11
  • Sonstige Fachabteilung2,0 %10
  • Unfallchirurgie2,0 %10
  • Nephrologie1,6 %8
  • Kardiologie1,4 %7
  • Endokrinologie1,2 %6
  • Dermatologie0,98 %5
  • Orthopädie0,59 %3
  • Plastische Chirurgie0,39 %2
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,20 %1
  • Pneumologie0,20 %1
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,20 %1
  • Urologie0,20 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu E14.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Arzneimittelvalidierung Morbi-RSA (ATC)5

A10AB
Insuline und Analoga zur Injektion, schnell wirkendICD:E10.2-E10.20E10.21+152
A10AC
Insuline und Analoga zur Injektion, intermediär wirkendICD:E10.2-E10.20E10.21+152
A10AD
Insuline und Analoga zur Injektion, intermediär oder lang wirkend kombiniert mit schnell wirkendICD:E10.2-E10.20E10.21+152
A10AE
Insuline und Analoga zur Injektion, lang wirkendICD:E10.2-E10.20E10.21+152
A10AF
Insuline und Analoga zur InhalationICD:E10.2-E10.20E10.21+152

Änderungen

2010Bestand
Nicht näher bezeichneter Diabetes mellitus: Ohne Komplikationen

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte