E11.60 Diabetes mellitus, Typ 2: Mit sonstigen näher bezeichneten Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet

Kurz erklärt: Diabetes mellitus Typ 2; die weiteren Stellen beschreiben Folgeerkrankungen und ob der Blutzucker entgleist ist.

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSASonstiger Diabetes mellitus mit anderen Komplikationen — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
⚖ Regellage4 verbindliche Regeln · 1 SEG-4-Empfehlung · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs

Regeln außerhalb des Katalogs5

SchlichtungKlarstellung zu DKR0401: Hypoglykämie als Komplikation mitzählen oder nicht?05.11.2025
gilt für Aufnahmen ab 01.01.2026 · auch für Rechnungen, die am 05.11.2025 in MD-Prüfung warengilt über E11.6-

Eine Hypoglykämie zählt bei Diabetes-Kodes mit vierter Stelle .6 oder .7 nur dann als Komplikation, wenn ein hypoglykämisches Koma (U69.73!) vorliegt. Der Schweregrad wird unabhängig davon zusätzlich mit U69.70! bis U69.73! angegeben. Bezug: DKR 0401, D012.

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gilt über E11.-

Typen des Diabetes mellitus

gilt über E11.-

Kapitel XV enthält zwei Bereiche zur Kodierung von Komplikationen in der Schwangerschaft:

gilt über E11.-

Die Diagnose „Vergiftung durch Arzneimittel/Drogen“ wird gestellt bei irrtümlicher Einnahme oder unsachgemäßer Anwendung (z.B. Einnahme zwecks Selbsttötung und Tötung).

gilt über E11.6-FoKA: Konsens

Aufnahme wegen hypoglykämischen Komas bei insulinpflichtigem Typ-2-Diabetes mellitus. Eine autonome Neuropathie mit Hypoglykämie-Wahrnehmungsstörung ist bekannt, die zusätzlich während des stationären Aufenthaltes mit einem Hypoglykämie-Wahrnehmungstraining behandelt wird. Wie ist zu kodieren?

▸ Für einen Fall prüfen: welche Regeln gelten am Aufnahmedatum?
Kodetext E11.60 im Jahrgang 2026 →

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

16.757 Fälle · 52 % Männer · Gipfel 80 bis unter 85 Jahre · 52 % Innere Medizin’22

Die Statistik weist E11.60 nicht einzeln aus — die Zahlen gehören zu E11.6 mit allen Subkodes.

Rang 189 von 7.638 auf derselben Katalogebene · 0,097 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 74, der Frauen ab etwa 81 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre1010,006 %4,0
10 bis unter 15 Jahre6330,036 %8,3
15 bis unter 18 Jahre7340,042 %7,9
18 bis unter 20 Jahre12750,072 %5,9
20 bis unter 25 Jahre4124170,24 %5,1
25 bis unter 30 Jahre5440140,32 %4,2
30 bis unter 35 Jahre9464300,56 %5,4
35 bis unter 40 Jahre166104620,99 %5,6
40 bis unter 45 Jahre251165861,5 %5,9
45 bis unter 50 Jahre4122711412,5 %6,0
50 bis unter 55 Jahre7064392674,2 %6,2
55 bis unter 60 Jahre1.0296623676,1 %6,6
60 bis unter 65 Jahre1.3488654838,0 %7,3
65 bis unter 70 Jahre1.4438925518,6 %6,7
70 bis unter 75 Jahre1.8251.00981611 %6,7
75 bis unter 80 Jahre2.0401.0281.01212 %7,2
80 bis unter 85 Jahre3.3901.5741.81620 %7,0
85 bis unter 90 Jahre2.7331.0961.63716 %6,9
90 bis unter 95 Jahre9943376575,9 %6,7
ab 95 Jahren205631421,2 %6,4

Behandelnde Fachabteilung

123.710 Fälle

Vor allem Innere Medizin und Chirurgie (52 % und 18 %)

  • Innere Medizin52 %64.687
  • Chirurgie18 %21.650
  • Gefäßchirurgie10 %12.419
  • Gastroenterologie5,0 %6.157
  • Endokrinologie2,9 %3.568
  • Übrige 24 Abteilungen12 %15.229
▸ Übrige einzeln
  • Neurologie2,4 %2.994
  • Geriatrie1,9 %2.386
  • Kardiologie1,9 %2.307
  • Augenheilkunde1,0 %1.282
  • Nephrologie0,99 %1.223
  • Unfallchirurgie0,86 %1.068
  • Sonstige Fachabteilung0,72 %893
  • Orthopädie0,70 %868
  • Plastische Chirurgie0,35 %428
  • Intensivmedizin0,34 %421
  • Dermatologie0,28 %342
  • Pädiatrie0,23 %281
  • Herzchirurgie0,19 %234
  • Pneumologie0,14 %169
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,12 %143
  • Urologie0,052 %64
  • Neurochirurgie0,028 %35
  • Rheumatologie0,020 %25
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,019 %24
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,019 %23
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,010 %12
  • Thoraxchirurgie0,002 %3
  • Strahlenheilkunde0,002 %2
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,002 %2

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu E11.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis14

Diabetes mellitus Typ 2 mit Abszess
Primärschlüssel
Diabetes mellitus Typ 2 mit Hypoglykämie
Primärschlüssel
Diabetes mellitus Typ 2 mit Infektion
Primärschlüssel
Insulinbedingte Hypoglykämie bei Typ-2-Diabetes mellitus
Primärschlüssel
Sexualstörung bei Typ-2-Diabetes mellitus
Primärschlüssel
Unterzuckerung bei Typ-2-Diabetes mellitus
Primärschlüssel
Diabetesleber bei Typ-2-Diabetes mellitus
Kreuz / Stern
Diabetes mellitus Typ 2 mit Hautjucken
Kreuz / Stern
Diabetes mellitus Typ 2 mit Pruritus
Kreuz / Stern
Diabetische lipoide Nekrobiose bei Typ-2-Diabetes mellitus
Kreuz / Stern
Rubeosis diabetica bei Typ-2-Diabetes mellitus
Kreuz / Stern
Diabetes mellitus Typ 2 mit Charcot-Arthritis
Kreuz / Stern
Vulvitis diabetica bei Typ-2-Diabetes mellitus
Kreuz / Stern
Diabetes mellitus Typ II mit Abszess
zurückgezogenPrimärschlüssel

Arzneimittelvalidierung Morbi-RSA (ATC)16

A10AB
Insuline und Analoga zur Injektion, schnell wirkendICD:E10.2-E10.20E10.21+152
A10AC
Insuline und Analoga zur Injektion, intermediär wirkendICD:E10.2-E10.20E10.21+152
A10AD
Insuline und Analoga zur Injektion, intermediär oder lang wirkend kombiniert mit schnell wirkendICD:E10.2-E10.20E10.21+152
A10AE
Insuline und Analoga zur Injektion, lang wirkendICD:E10.2-E10.20E10.21+152
A10AF
Insuline und Analoga zur InhalationICD:E10.2-E10.20E10.21+152
A10BA
BiguanideICD:E11.2-E11.20E11.21+94
A10BB
SulfonylharnstoffeICD:E11.2-E11.20E11.21+94
A10BD
Kombinationen oraler AntidiabetikaICD:E11.2-E11.20E11.21+94
A10BF
Alpha-GlukosidasehemmerICD:E11.2-E11.20E11.21+94
A10BG
Thiazolidindione (Glitazone)ICD:E11.2-E11.20E11.21+94
A10BH
Dipeptidyl-Peptidase-4-(DPP-4)-InhibitorenICD:E11.2-E11.20E11.21+94
A10BJ
Glucagon-like-Peptid-1-(GLP-1)-RezeptoragonistenICD:E11.2-E11.20E11.21+94
A10BK
Natrium-Glucose-Cotransporter-2-(SGLT2)-InhibitorenICD:E11.2-E11.20E11.21+94
A10BX
Andere Antidiabetika, exkl. InsulineICD:E11.2-E11.20E11.21+94
A10XH
Homöopathische und anthroposophische AntidiabetikaICD:E11.2-E11.20E11.21+94
A10XP
Pflanzliche AntidiabetikaICD:E11.2-E11.20E11.21+94

Änderungen

2010Bestand
Diabetes mellitus, Typ 2: Mit sonstigen näher bezeichneten Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte