E10.60 Diabetes mellitus, Typ 1: Mit sonstigen näher bezeichneten Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet

ICD-10-GM 2025Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
CCL:12Complication and Comorbidity Level je Partition: Als Nebendiagnose kann dieser Kode mit den Stufen 1, 2 in die PCCL-Berechnung eingehen.
Morbi-RSAKinder mit Diabetes mellitus Typ 1 (<12 Jahre) — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Orpha: 1Unter dieser Schlüsselnummer führt die amtliche Datei Alpha-ID-SE eine Seltene Erkrankung mit eigener Orpha-Kennnummer. Liegt eine davon vor, ist die Kennnummer seit dem 1.4.2023 im Krankenhaus zusätzlich zu dieser Schlüsselnummer zu übermitteln. Sie stehen unten.
⚖ Regellage4 verbindliche Regeln · 1 SEG-4-Empfehlung · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs

Regeln außerhalb des Katalogs5

SchlichtungKlarstellung zu DKR0401: Hypoglykämie als Komplikation mitzählen oder nicht?05.11.2025
gilt für Aufnahmen ab 01.01.2026 · auch für Rechnungen, die am 05.11.2025 in MD-Prüfung warengilt über E10.6-

Eine Hypoglykämie zählt bei Diabetes-Kodes mit vierter Stelle .6 oder .7 nur dann als Komplikation, wenn ein hypoglykämisches Koma (U69.73!) vorliegt. Der Schweregrad wird unabhängig davon zusätzlich mit U69.70! bis U69.73! angegeben. Bezug: DKR 0401, D012.

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gilt über E10.-

Typen des Diabetes mellitus

gilt über E10.-

Kapitel XV enthält zwei Bereiche zur Kodierung von Komplikationen in der Schwangerschaft:

gilt über E10.-

Die Diagnose „Vergiftung durch Arzneimittel/Drogen“ wird gestellt bei irrtümlicher Einnahme oder unsachgemäßer Anwendung (z.B. Einnahme zwecks Selbsttötung und Tötung).

gilt über E10.-FoKA: Konsens

Eine Schwangere wird mit entgleistem Diabetes mellitus Typ I stationär aufgenommen. Es besteht eine Ketoazidose mit der Notwendigkeit einer intensivmedizinischen Überwachung und Behandlung. Darf O24.0 Diabetes mellitus in der Schwangerschaft, vorher bestehender Diabetes mellitus, Typ 1 zusammen mit E10.

▸ Für einen Fall prüfen: welche Regeln gelten am Aufnahmedatum?
Kodetext E10.60 im Jahrgang 2026 →

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

5.853 Fälle · 51 % Männer · Gipfel 10 bis unter 15 Jahre · 51 % Innere Medizin’24

Die Statistik weist E10.60 nicht einzeln aus — die Zahlen gehören zu E10.6 mit allen Subkodes.

Rang 545 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,033 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 42 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr1010,017 %13,0
1 bis unter 5 Jahre5930291,0 %6,3
5 bis unter 10 Jahre198110883,4 %6,7
10 bis unter 15 Jahre4632392247,9 %6,4
15 bis unter 18 Jahre2791381414,8 %6,2
18 bis unter 20 Jahre17580953,0 %6,2
20 bis unter 25 Jahre4572312267,8 %6,5
25 bis unter 30 Jahre4062091976,9 %6,1
30 bis unter 35 Jahre3662171496,3 %6,3
35 bis unter 40 Jahre3682281406,3 %6,5
40 bis unter 45 Jahre3802191616,5 %6,7
45 bis unter 50 Jahre3471861615,9 %6,6
50 bis unter 55 Jahre3851961896,6 %6,0
55 bis unter 60 Jahre4612222397,9 %6,4
60 bis unter 65 Jahre4102141967,0 %6,1
65 bis unter 70 Jahre2921411515,0 %6,6
70 bis unter 75 Jahre2131061073,6 %6,7
75 bis unter 80 Jahre195761193,3 %6,8
80 bis unter 85 Jahre206861203,5 %7,7
85 bis unter 90 Jahre15564912,6 %8,4
90 bis unter 95 Jahre3510250,60 %6,3
ab 95 Jahren2110,034 %6,0

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 6,0 Tagen (50 bis unter 55 Jahre) und ⌀ 8,4 Tagen (85 bis unter 90 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

40.247 Fälle

Vor allem Innere Medizin und Pädiatrie (51 % und 31 %)

  • Innere Medizin51 %20.594
  • Pädiatrie31 %12.441
  • Gastroenterologie4,8 %1.918
  • Endokrinologie2,6 %1.053
  • Chirurgie2,5 %1.020
  • Übrige 25 Abteilungen8,0 %3.221
▸ Übrige einzeln
  • Gefäßchirurgie1,4 %558
  • Kardiologie1,3 %519
  • Nephrologie1,2 %468
  • Augenheilkunde1,1 %453
  • Intensivmedizin0,95 %383
  • Neurologie0,54 %217
  • Geriatrie0,38 %153
  • Sonstige Fachabteilung0,34 %137
  • Unfallchirurgie0,27 %107
  • Orthopädie0,15 %60
  • Pneumologie0,12 %49
  • Plastische Chirurgie0,080 %32
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,075 %30
  • Dermatologie0,042 %17
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,020 %8
  • Neurochirurgie0,017 %7
  • Urologie0,015 %6
  • Herzchirurgie0,010 %4
  • Rheumatologie0,007 %3
  • Allgemeine Psychiatrie0,005 %2
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,005 %2
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,005 %2
  • Neonatologie0,005 %2
  • Kinderchirurgie0,002 %1
  • Psychosomatik/Psychotherapie0,002 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu E10.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis20

ACPHD [Kombinierte zerebelläre und periphere Ataxie, Hörverlust, Diabetes mellitus]-Syndrom
445062Zwei Primärschlüssel
Diabetes mellitus Typ 1 mit Abszess
Primärschlüssel
Diabetes mellitus Typ 1 mit Hypoglykämie
Primärschlüssel
Diabetes mellitus Typ 1 mit Infektion
Primärschlüssel
Hypoglykämiewahrnehmungsstörung bei Typ-1-Diabetes mellitus
Primär + Zusatz
Insulinbedingte Hypoglykämie bei Typ-1-Diabetes mellitus
Primärschlüssel
Milde Hypoglykämie, als nicht rezidivierend bezeichnet, bei Typ-1-Diabetes mellitus
Primär + Zusatz
Milde Hypoglykämie, als rezidivierend bezeichnet, bei Typ-1-Diabetes mellitus
Primär + Zusatz
Schwere Hypoglykämie, ohne Koma, bei Typ-1-Diabetes mellitus
Primär + Zusatz
Sexualstörung bei Typ-1-Diabetes mellitus
Primärschlüssel
Syndrom der kombinierten zerebellären und peripheren Ataxie mit Hörverlust und Diabetes mellitus
445062Zwei Primärschlüssel
Unterzuckerung bei Typ-1-Diabetes mellitus
Primärschlüssel
Diabetesleber bei Typ-1-Diabetes mellitus
Kreuz / Stern
Diabetes mellitus Typ 1 mit Hautjucken
Kreuz / Stern
Diabetes mellitus Typ 1 mit Pruritus
Kreuz / Stern
Diabetische lipoide Nekrobiose bei Typ-1-Diabetes mellitus
Kreuz / Stern
▸ noch 4 Einträge
Rubeosis diabetica bei Typ-1-Diabetes mellitus
Kreuz / Stern
Diabetes mellitus Typ 1 mit Charcot-Arthritis
Kreuz / Stern
Vulvitis diabetica bei Typ-1-Diabetes mellitus
Kreuz / Stern
Diabetes mellitus Typ I mit Abszess
zurückgezogenPrimärschlüssel

Seltene Erkrankungen (Orpha)1

445062
Juveniler Diabetes mellitus-zentrale und periphere Neurodegeneration-SyndromKombinierte zerebelläre und periphere Ataxie-Hörverlust-Diabetes mellitus-Syndrom

Arzneimittelvalidierung Morbi-RSA (ATC)5

A10AB
Insuline und Analoga zur Injektion, schnell wirkendICD:E10.2-E10.20E10.21+154
A10AC
Insuline und Analoga zur Injektion, intermediär wirkendICD:E10.2-E10.20E10.21+154
A10AD
Insuline und Analoga zur Injektion, intermediär oder lang wirkend kombiniert mit schnell wirkendICD:E10.2-E10.20E10.21+154
A10AE
Insuline und Analoga zur Injektion, lang wirkendICD:E10.2-E10.20E10.21+154
A10AF
Insuline und Analoga zur InhalationICD:E10.2-E10.20E10.21+154

Änderungen

2010Bestand
Diabetes mellitus, Typ 1: Mit sonstigen näher bezeichneten Komplikationen: Nicht als entgleist bezeichnet

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2025 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte