E10.3- Diabetes mellitus, Typ 1: Mit Augenkomplikationen

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Ambulant 4-stelligIn der stationären Versorgung (§ 301 SGB V) ist die endständige Schlüsselnummer anzugeben — dieser Kode selbst ist dort nicht kodierbar, sondern einer seiner Subkodes. In der ambulanten Versorgung (§ 295 SGB V) kann auf die fünfte Stelle verzichtet werden: in der hausärztlichen Versorgung, im organisierten Notfalldienst und in der fachärztlichen Versorgung für Diagnosen außerhalb des Fachgebietes.
Morbi-RSAKinder mit Diabetes mellitus Typ 1 (<12 Jahre) — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
⚖ Regellage3 verbindliche Regeln · 1 SEG-4-Empfehlung · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs

Regeln außerhalb des Katalogs4

gilt über E10.-

Typen des Diabetes mellitus

gilt über E10.-

Kapitel XV enthält zwei Bereiche zur Kodierung von Komplikationen in der Schwangerschaft:

gilt über E10.-

Die Diagnose „Vergiftung durch Arzneimittel/Drogen“ wird gestellt bei irrtümlicher Einnahme oder unsachgemäßer Anwendung (z.B. Einnahme zwecks Selbsttötung und Tötung).

gilt über E10.-FoKA: Konsens

Eine Schwangere wird mit entgleistem Diabetes mellitus Typ I stationär aufgenommen. Es besteht eine Ketoazidose mit der Notwendigkeit einer intensivmedizinischen Überwachung und Behandlung. Darf O24.0 Diabetes mellitus in der Schwangerschaft, vorher bestehender Diabetes mellitus, Typ 1 zusammen mit E10.

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes2

E10.30 Nicht als entgleist bezeichnetMorbi-RSA⚖ 5ATC: 5
E10.31 Als entgleist bezeichnetMorbi-RSA⚖ 4ATC: 5

Diagnosehäufigkeit

450 Fälle · 60 % Männer · Gipfel 30 bis unter 35 Jahre · 50 % Innere Medizin’22

Rang 2453 von 7.638 auf derselben Katalogebene · 0,003 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 41 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre000––
10 bis unter 15 Jahre9722,0 %8,6
15 bis unter 18 Jahre3120,67 %8,7
18 bis unter 20 Jahre000––
20 bis unter 25 Jahre153123,3 %4,3
25 bis unter 30 Jahre3216167,1 %3,3
30 bis unter 35 Jahre88592920 %3,1
35 bis unter 40 Jahre69373215 %3,9
40 bis unter 45 Jahre47281910 %3,3
45 bis unter 50 Jahre52361612 %3,7
50 bis unter 55 Jahre47321510 %2,8
55 bis unter 60 Jahre3823158,4 %2,9
60 bis unter 65 Jahre221484,9 %3,6
65 bis unter 70 Jahre15693,3 %2,3
70 bis unter 75 Jahre6511,3 %3,2
75 bis unter 80 Jahre5231,1 %4,8
80 bis unter 85 Jahre2020,44 %11,0
85 bis unter 90 Jahre000––
90 bis unter 95 Jahre000––
ab 95 Jahren000––

Behandelnde Fachabteilung

39.219 Fälle

Vor allem Innere Medizin und Pädiatrie (50 % und 33 %)

  • Innere Medizin50 %19.538
  • Pädiatrie33 %12.781
  • Gastroenterologie4,7 %1.846
  • Endokrinologie2,5 %999
  • Chirurgie2,4 %946
  • Übrige 25 Abteilungen7,9 %3.109
▸ Übrige einzeln
  • Gefäßchirurgie1,4 %541
  • Kardiologie1,3 %521
  • Augenheilkunde1,2 %456
  • Nephrologie1,2 %452
  • Intensivmedizin0,92 %361
  • Neurologie0,54 %211
  • Geriatrie0,34 %135
  • Sonstige Fachabteilung0,30 %117
  • Unfallchirurgie0,21 %83
  • Orthopädie0,16 %62
  • Pneumologie0,15 %57
  • Plastische Chirurgie0,074 %29
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,048 %19
  • Dermatologie0,041 %16
  • Herzchirurgie0,033 %13
  • Urologie0,031 %12
  • Rheumatologie0,018 %7
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,013 %5
  • Kinderchirurgie0,010 %4
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,005 %2
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,005 %2
  • Kinderkardiologie0,003 %1
  • Neonatologie0,003 %1
  • Neurochirurgie0,003 %1
  • Strahlenheilkunde0,003 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu E10.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Arzneimittelvalidierung Morbi-RSA (ATC)5

A10AB
Insuline und Analoga zur Injektion, schnell wirkendICD:E10.2-E10.20E10.21+152
A10AC
Insuline und Analoga zur Injektion, intermediär wirkendICD:E10.2-E10.20E10.21+152
A10AD
Insuline und Analoga zur Injektion, intermediär oder lang wirkend kombiniert mit schnell wirkendICD:E10.2-E10.20E10.21+152
A10AE
Insuline und Analoga zur Injektion, lang wirkendICD:E10.2-E10.20E10.21+152
A10AF
Insuline und Analoga zur InhalationICD:E10.2-E10.20E10.21+152

Änderungen

2010Bestand
Diabetes mellitus, Typ 1: Mit Augenkomplikationen

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte