D90 Immunkompromittierung nach Bestrahlung, Chemotherapie und sonstigen immunsuppressiven Maßnahmen

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSAKombinierte Immundefekte C / Angeborene Agranulozytose und Neutropenie / Aplastische Anämie / HUS — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
⚖ Regellage1 SEG-4-Empfehlung · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Exklusive:

Arzneimittelinduziert: Agranulozytose D70.-

Arzneimittelinduziert: Neutropenie D70.-

Regeln außerhalb des Katalogs1

Aufnahme eines Patienten zehn Tage nach Gabe einer Chemotherapie bei akuter lymphatischer Leukämie aufgrund von Fieber und ausgeprägter arzneimittelinduzierter Neutropenie (kritische Phase acht Tage). Der Patient erhielt eine intravenöse antibiotische Therapie mit Meropenem, es erfolgte eine Umkehrisolation.

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

105 Fälle · 56 % Frauen · Gipfel 60 bis unter 65 Jahre · 45 % Innere Medizin’22

Rang 1242 von 1.540 auf derselben Katalogebene · 0,001 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 61 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre7076,7 %4,9
5 bis unter 10 Jahre1100,95 %3,0
10 bis unter 15 Jahre2021,9 %3,0
15 bis unter 18 Jahre3302,9 %1,3
18 bis unter 20 Jahre1010,95 %5,0
20 bis unter 25 Jahre000––
25 bis unter 30 Jahre000––
30 bis unter 35 Jahre3212,9 %2,3
35 bis unter 40 Jahre1010,95 %11,0
40 bis unter 45 Jahre1100,95 %4,0
45 bis unter 50 Jahre8447,6 %3,5
50 bis unter 55 Jahre10559,5 %3,9
55 bis unter 60 Jahre113810 %4,1
60 bis unter 65 Jahre1710716 %5,2
65 bis unter 70 Jahre9458,6 %8,1
70 bis unter 75 Jahre124811 %6,8
75 bis unter 80 Jahre9548,6 %4,0
80 bis unter 85 Jahre8447,6 %4,9
85 bis unter 90 Jahre1010,95 %32,0
90 bis unter 95 Jahre1010,95 %4,0
ab 95 Jahren000––

Behandelnde Fachabteilung

105 Fälle

Vor allem Innere Medizin und Frauenheilkunde und Geburtshilfe (45 % und 13 %)

  • Innere Medizin45 %47
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe13 %14
  • Pädiatrie12 %13
  • Hämatologie und internistische Onkologie6,7 %7
  • Pneumologie4,8 %5
  • Übrige 9 Abteilungen18 %19
▸ Übrige einzeln
  • Neurologie3,8 %4
  • Dermatologie2,9 %3
  • Gastroenterologie2,9 %3
  • Strahlenheilkunde2,9 %3
  • Urologie1,9 %2
  • Chirurgie0,95 %1
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,95 %1
  • Nephrologie0,95 %1
  • Rheumatologie0,95 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis5

Abwehrschwäche unter Kortisonbehandlung
Primärschlüssel
Immunkompromittierung durch immunsuppressive Maßnahme
Primärschlüssel
Immunkompromittierung nach Bestrahlung
Primärschlüssel
Immunkompromittierung nach Chemotherapie
Primärschlüssel
Immunsuppressive Reaktion auf Chemotherapie
Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Immunkompromittierung nach Bestrahlung, Chemotherapie und sonstigen immunsuppressiven Maßnahmen

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte