D69.58 Sonstige sekundäre Thrombozytopenien, nicht als transfusionsrefraktär bezeichnet

ICD-10-GM 2023Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
CCL:123Complication and Comorbidity Level je Partition: Als Nebendiagnose kann dieser Kode mit den Stufen 1, 2, 3 in die PCCL-Berechnung eingehen.
Morbi-RSASekundäre Thrombozytopenien und erworbener Mangel an Gerinnungsfaktoren — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
ZE: ZE2023-139Diese Diagnose ist in Anlage 7 des Fallpauschalenkatalogs einem Zusatzentgelt zugeordnet. Abgerechnet wird es, wenn zusätzlich eine der auslösenden Prozeduren erbracht ist; die Schwellenwerte stehen in den Fußnoten unten.
⚖ Regellage1 SEG-4-Empfehlung · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs

Regeln außerhalb des Katalogs1

Ein Patient kommt zur Aufnahme wegen Thrombozytopenie. Bei ihm ist ein Myelodysplastisches Syndrom (MDS) bekannt. Diesbezüglich erfolgen während des Aufenthaltes keine weitere Therapie und Diagnostik. Es werden Thrombozytenkonzentrate transfundiert. Was ist die Hauptdiagnose?

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

1.339 Fälle · 51 % Frauen · Gipfel 60 bis unter 65 Jahre · 40 % Pädiatrie’23

Die Statistik weist D69.58 nicht einzeln aus — die Zahlen gehören zu D69.5 mit allen Subkodes.

Rang 1438 von 7.684 auf derselben Katalogebene · 0,008 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 65 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr8530,60 %3,9
1 bis unter 5 Jahre4227153,1 %1,8
5 bis unter 10 Jahre6331324,7 %1,7
10 bis unter 15 Jahre3922172,9 %3,0
15 bis unter 18 Jahre231671,7 %4,4
18 bis unter 20 Jahre9450,67 %2,8
20 bis unter 25 Jahre18991,3 %3,4
25 bis unter 30 Jahre3115162,3 %4,2
30 bis unter 35 Jahre259161,9 %4,6
35 bis unter 40 Jahre2412121,8 %3,9
40 bis unter 45 Jahre4114273,1 %4,1
45 bis unter 50 Jahre3520152,6 %4,5
50 bis unter 55 Jahre6824445,1 %5,4
55 bis unter 60 Jahre9638587,2 %4,0
60 bis unter 65 Jahre162699312 %5,3
65 bis unter 70 Jahre142766611 %4,0
70 bis unter 75 Jahre12563629,3 %5,9
75 bis unter 80 Jahre140677310 %6,5
80 bis unter 85 Jahre13369649,9 %6,4
85 bis unter 90 Jahre8450346,3 %6,4
90 bis unter 95 Jahre2812162,1 %7,5
ab 95 Jahren3030,22 %6,0

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 1,7 Tagen (5 bis unter 10 Jahre) und ⌀ 6,5 Tagen (75 bis unter 80 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

10.351 Fälle

Keine Abteilung überwiegt — die größte, Pädiatrie, hat 40 %

  • Pädiatrie40 %4.113
  • Innere Medizin27 %2.780
  • Hämatologie und internistische Onkologie15 %1.505
  • Dermatologie7,9 %816
  • Gastroenterologie3,4 %354
  • Übrige 27 Abteilungen7,6 %783
▸ Übrige einzeln
  • Nephrologie1,7 %179
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe1,1 %115
  • Rheumatologie0,67 %69
  • Chirurgie0,60 %62
  • Urologie0,58 %60
  • Kardiologie0,54 %56
  • Neurologie0,38 %39
  • Sonstige Fachabteilung0,37 %38
  • Geriatrie0,26 %27
  • Intensivmedizin0,23 %24
  • Pneumologie0,23 %24
  • Strahlenheilkunde0,14 %15
  • Kinderchirurgie0,14 %14
  • Neurochirurgie0,097 %10
  • Neonatologie0,087 %9
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,068 %7
  • Unfallchirurgie0,058 %6
  • Endokrinologie0,048 %5
  • Herzchirurgie0,039 %4
  • Kinderkardiologie0,039 %4
  • Orthopädie0,039 %4
  • Geburtshilfe0,029 %3
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,029 %3
  • Gefäßchirurgie0,019 %2
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,019 %2
  • Plastische Chirurgie0,010 %1
  • Thoraxchirurgie0,010 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu D69.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Zusatzentgelte1

ZE2023-139
Gabe von Blutgerinnungsfaktorenindividuell
▸ 3 Fußnoten des Katalogs
  • Nach § 5 Absatz 2 Satz 3 der Fallpauschalenvereinbarung 2023 ist für diese Zusatzentgelte das bisher krankenhausindividuell vereinbarte Entgelt der Höhe nach bis zum Beginn des Wirksamwerdens der neuen Budgetvereinbarung weiter zu erheben. Dies gilt auch, sofern eine Anpassung der entsprechenden OPS-Kodes erfolgt sein sollte.
  • Die jeweils zugehörigen ICD-Kodes und ICD-Texte sind in Anlage 7 aufgeführt.
  • Für das Jahr 2023 gilt ein Schwellenwert in der Höhe von 6.000 € für die Summe der im Rahmen der Behandlung des Patienten für Blutgerinnungsfaktoren angefallenen Beträge. Ab Überschreitung dieses Schwellenwertes ist der gesamte für die Behandlung des Patienten mit Blutgerinnungsfaktoren angefallene Betrag abzurechnen.

Alphabetisches Verzeichnis11

Alkoholische Thrombozytopenie
Primärschlüssel
Allergische Thrombozytopenie
Primärschlüssel
Autoimmunthrombozytopenie
Primärschlüssel
Medikamentöse Thrombozytopenie
Primärschlüssel
Thrombozytopenie durch Arzneimittel
Primärschlüssel
Thrombozytopenie durch Blutverdünnung
Primärschlüssel
Thrombozytopenie durch extrakorporalen Blutkreislauf
Primärschlüssel
Thrombozytopenie durch Impfung
Primär + Zusatz
Thrombozytopenie durch massive Bluttransfusion
Primärschlüssel
Thrombozytopenie durch Thrombozyten-Alloimmunisation
Primärschlüssel
HIV-Krankheit mit sekundärer Thrombozytopenie
Zwei Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Sonstige sekundäre Thrombozytopenien, nicht als transfusionsrefraktär bezeichnet

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2023 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte