DRGSystemDeutschland

D68.9Koagulopathie, nicht näher bezeichnet

Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295
Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSA’25
Purpura und sonstige Gerinnungsstörungen / Sarkoidose, exkl. Lunge / Kombinierte Immundefekte B und weitere hämatologische Erkrankungen — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
Diese Diagnose ist in Anlage 7 des Fallpauschalenkatalogs einem Zusatzentgelt zugeordnet. Abgerechnet wird es, wenn zusätzlich eine der auslösenden Prozeduren erbracht ist; die Schwellenwerte stehen in den Fußnoten unten.

Diagnosehäufigkeit

Rang 4269 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,000 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 70 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr3034,0 %2,3
1 bis unter 5 Jahre1011,3 %2,0
5 bis unter 10 Jahre2112,7 %1,3
10 bis unter 15 Jahre1101,3 %3,0
15 bis unter 18 Jahre1101,3 %7,7
18 bis unter 20 Jahre1011,3 %–
20 bis unter 25 Jahre000–1,0
25 bis unter 30 Jahre1011,3 %1,0
30 bis unter 35 Jahre000–3,0
35 bis unter 40 Jahre3214,0 %3,1
40 bis unter 45 Jahre2022,7 %5,0
45 bis unter 50 Jahre3304,0 %3,0
50 bis unter 55 Jahre4225,3 %2,6
55 bis unter 60 Jahre5326,7 %4,0
60 bis unter 65 Jahre6338,0 %2,9
65 bis unter 70 Jahre5236,7 %5,2
70 bis unter 75 Jahre7349,3 %9,2
75 bis unter 80 Jahre5236,7 %5,3
80 bis unter 85 Jahre146819 %5,9
85 bis unter 90 Jahre7529,3 %5,0
90 bis unter 95 Jahre3034,0 %11,3
ab 95 Jahren1011,3 %1,0

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Behandelnde Fachabteilung’23

2.240 Fälle

Vor allem Innere Medizin und Chirurgie (44 % und 12 %)

  • Innere Medizin44 %975
  • Chirurgie12 %258
  • Kardiologie5,9 %133
  • Urologie5,8 %130
  • Gastroenterologie5,6 %126
  • Übrige 25 Abteilungen28 %618
▸ Übrige einzeln
  • Hämatologie und internistische Onkologie4,6 %102
  • Pädiatrie4,1 %92
  • Unfallchirurgie2,1 %47
  • Nephrologie1,8 %40
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe1,7 %39
  • Sonstige Fachabteilung1,5 %33
  • Herzchirurgie1,4 %32
  • Orthopädie1,4 %31
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie1,3 %30
  • Gefäßchirurgie1,2 %26
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde1,0 %23
  • Geriatrie0,98 %22
  • Rheumatologie0,80 %18
  • Intensivmedizin0,71 %16
  • Neurologie0,58 %13
  • Pneumologie0,54 %12
  • Dermatologie0,49 %11
  • Kinderkardiologie0,27 %6
  • Neonatologie0,27 %6
  • Kinderchirurgie0,22 %5
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,18 %4
  • Neurochirurgie0,18 %4
  • Endokrinologie0,13 %3
  • Geburtshilfe0,089 %2
  • Thoraxchirurgie0,045 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu D68.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Zusatzentgelte1

ZE2026-139
Gabe von Blutgerinnungsfaktorenindividuell
▸ 3 Fußnoten des Katalogs
  • Nach Paragraf 5 Abs. 2 Satz 3 FPV 2026 ist für diese Zusatzentgelte das bisher krankenhausindividuell vereinbarte Entgelt der Höhe nach bis zum Beginn des Wirksamwerdens der neuen Budgetvereinbarung weiter zu erheben. Dies gilt auch, sofern eine Anpassung der entsprechenden OPS-Kodes erfolgt sein sollte.
  • Die jeweils zugehörigen ICD-Kodes und -Texte sind in Anlage 7 aufgeführt.
  • Für das Jahr 2026 gilt ein Schwellenwert in der Höhe von 6.000 € für die Summe der im Rahmen der Behandlung des Patienten für Blutgerinnungsfaktoren angefallenen Beträge. Ab Überschreitung dieses Schwellenwertes ist der gesamte für die Behandlung des Patienten mit Blutgerinnungsfaktoren angefallene Betrag abzurechnen.

Alphabetisches Verzeichnis24

Bluter
PrimärschlüsselPrimär†:D68.9
Blutgerinnungsdefekt
PrimärschlüsselPrimär†:D68.9
Blutgerinnungsstörung
PrimärschlüsselPrimär†:D68.9
Blutungsneigung
PrimärschlüsselPrimär†:D68.9
Erhöhte Blutungsneigung
PrimärschlüsselPrimär†:D68.9
Erworbene Blutungsneigung
PrimärschlüsselPrimär†:D68.9
Erworbener Gerinnungsdefekt
PrimärschlüsselPrimär†:D68.9
Erworbener Koagulationsdefekt
PrimärschlüsselPrimär†:D68.9
Familiär bedingter Bluter
PrimärschlüsselPrimär†:D68.9
Familiäre Blutung
PrimärschlüsselPrimär†:D68.9
Familiäre Hämorrhagie
PrimärschlüsselPrimär†:D68.9
Gerinnungsdefekt
PrimärschlüsselPrimär†:D68.9
Gerinnungsstörung
PrimärschlüsselPrimär†:D68.9
Gerinnungsstörung beim Erwachsenen
PrimärschlüsselPrimär†:D68.9
Hämostasestörung
PrimärschlüsselPrimär†:D68.9
Hereditärer Bluter
PrimärschlüsselPrimär†:D68.9
▸ noch 8 Einträge
Hyperkoagulabilität
PrimärschlüsselPrimär†:D68.9
Koagulationsdefekt
PrimärschlüsselPrimär†:D68.9
Koagulationsstörung
PrimärschlüsselPrimär†:D68.9
Koagulopathie
PrimärschlüsselPrimär†:D68.9
Krankheit durch Mangel an Koagulationsfaktoren
PrimärschlüsselPrimär†:D68.9
Mangelnde Blutgerinnung
PrimärschlüsselPrimär†:D68.9
Neigung zur Hämorrhagie
PrimärschlüsselPrimär†:D68.9
Verminderung von Blutgerinnungsfaktoren
PrimärschlüsselPrimär†:D68.9

Änderungen

2010Bestand
Koagulopathie, nicht näher bezeichnet

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte