D68.35 Hämorrhagische Diathese durch sonstige Antikoagulanzien

ICD-10-GM 2021Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSAPurpura und sonstige Gerinnungsstörungen — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
ZE: ZE2021-139Diese Diagnose ist in Anlage 7 des Fallpauschalenkatalogs einem Zusatzentgelt zugeordnet. Abgerechnet wird es, wenn zusätzlich eine der auslösenden Prozeduren erbracht ist; die Schwellenwerte stehen in den Fußnoten unten.
⚖ Regellage3 SEG-4-Empfehlungen · 2 offene Streitfragen · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Inklusive:

Hämorrhagische Diathese durch selektive Faktor-Xa-Hemmer (z.B. Fondaparinux, Apixaban, Rivaroxaban, Edoxaban) oder Thrombin(Faktor IIa)-Hemmer (z.B. Dabigatran, Lepirudin, Desirudin, Bivalirudin)

Blutung bei Dauertherapie mit sonstigen Antikoagulanzien

Exklusive:

Dauertherapie mit sonstigen Antikoagulanzien ohne Blutung Z92.1

Regeln außerhalb des Katalogs3

gilt über D68.3-FoKA: Dissens

Wie werden Fälle mit Neueinstellung auf orale Antikoagulation (z. B. Phenprocoumon) oder bei Pausierung (z. B. wegen Operation) und anschließender Neueinstellung kodiert? Wann kann ein Kode aus D68.3- Hämorrhagische Diathese durch Antikoagulanzien und Antikörper kodiert werden?

gilt über D68.3-FoKA: Konsens

Präoperativ wird bei einem antikoagulierten Patienten das Phenprocoumon abgesetzt und auf Grund des erniedrigten Quickwertes (INR) Vitamin K gegeben. Was wird als Nebendiagnose kodiert?

gilt über D68.-FoKA: Dissens

Ein Patient wird wegen eines nichttraumatischen Rektusscheidenhämatoms unter Phenprocoumon-Einnahme (INR im therapeutischen Bereich) aufgenommen. Was ist die Hauptdiagnose?

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Zusatzentgelte1

ZE2021-139
Gabe von Blutgerinnungsfaktorenindividuell
▸ 3 Fußnoten des Katalogs
  • Nach § 5 Abs. 2 Satz 3 FPV 2021 ist für diese Zusatzentgelte das bisher krankenhausindividuell vereinbarte Entgelt der Höhe nach bis zum Beginn des Wirksamwerdens der neuen Budgetvereinbarung weiter zu erheben. Dies gilt auch, sofern eine Anpassung der entsprechenden OPS-Kodes erfolgt sein sollte.
  • Die jeweils zugehörigen ICD-Kodes und -Texte sind in Anlage 7 aufgeführt.
  • Für das Jahr 2021 gilt ein Schwellenwert in der Höhe von 6.000 € für die Summe der im Rahmen der Behandlung des Patienten für Blutgerinnungsfaktoren angefallenen Beträge. Ab Überschreitung dieses Schwellenwertes ist der gesamte für die Behandlung des Patienten mit Blutgerinnungsfaktoren angefallene Betrag abzurechnen.

Alphabetisches Verzeichnis16

Blutung bei Antikoagulanziendauertherapie
Primärschlüssel
Hämaturie bei Antikoagulanzientherapie
Primärschlüssel
Hämorrhagische Diathese durch Antikoagulanzien
Primärschlüssel
Hämorrhagische Diathese durch Apixaban
Primärschlüssel
Hämorrhagische Diathese durch Bivalirudin
Primärschlüssel
Hämorrhagische Diathese durch Dabigatran
Primärschlüssel
Hämorrhagische Diathese durch Desirudin
Primärschlüssel
Hämorrhagische Diathese durch Edoxaban
Primärschlüssel
Hämorrhagische Diathese durch Fondaparinux
Primärschlüssel
Hämorrhagische Diathese durch Hirudin
Primärschlüssel
Hämorrhagische Diathese durch Lepirudin
Primärschlüssel
Hämorrhagische Diathese durch reversible Faktor-IIa-Hemmer
Primärschlüssel
Hämorrhagische Diathese durch reversible Thrombin-Hemmer
Primärschlüssel
Hämorrhagische Diathese durch Rivaroxaban
Primärschlüssel
Hämorrhagische Diathese durch selektive Faktor-Xa-Hemmer
Primärschlüssel
Hämorrhagische Störung durch zirkulierende Antikoagulanzien
Primärschlüssel

Änderungen1

2015Neu
Hämorrhagische Diathese durch sonstige Antikoagulanzien
übergeleitet aus D68.30

Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2021 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte