D61.18 Sonstige arzneimittelinduzierte aplastische Anämie

ICD-10-GM 2025Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
CCL:123Complication and Comorbidity Level je Partition: Als Nebendiagnose kann dieser Kode mit den Stufen 1, 2, 3 in die PCCL-Berechnung eingehen.
Morbi-RSAKombinierte Immundefekte C / Angeborene Agranulozytose und Neutropenie / Aplastische Anämie / TMA / TTP / HUS — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
⚖ Regellage1 verbindliche Regel · 1 SEG-4-Empfehlung · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs

Regeln außerhalb des Katalogs2

BfArM-FAQArzneimittelinduzierte Panzytopenie01.01.2009
seit Jahrgang 2009gilt über D61.1-

Verschlüsselung einer arzneimittelinduzierten Panzytopenie

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ICD-10-GM 2009

Mit der ICD-10-GM Version 2009 wurde bei der Schlüsselnummer D61.1 (Arzneimittelinduzierte aplastische Anämie) das Inklusivum "Arzneimittelinduzierte Panzytopenie" aufgenommen. Dies hat zu Unklarheiten darüber geführt, ob neben der Schlüsselnummer D61.1, deren Klassentext (nur) die arzneimittelinduzierte aplastische Anämie bezeichnet, zusätzlich noch Schlüsselnummern für das Vorliegen einer Thrombozytopenie (D69.4- bis D69.6-) und einer Agranulozytose und Neutropenie (D70.-) angegeben werden dürfen, um den Zustand der arzneimittelinduzierten Panzytopenie näher zu beschreiben.

In Abstimmung mit der Arbeitsgruppe ICD des KKG (Kuratorium für Fragen der Klassifikation im Gesundheitswesen) wurde für die ICD-10-GM Version 2010 die Einführung des folgenden Hinweistextes bei der Schlüsselnummer D61.- beschlossen, um diese Unklarheiten zu beseitigen:

Benutze zusätzliche Schlüsselnummern, um das Vorliegen einer Thrombozytopenie (D69.4- bis D69.6‑) oder einer Agranulozytose und Neutropenie (D70.-) anzugeben.

Durch diesen Hinweis wird klargestellt, dass eine gleichzeitige Verwendung von Schlüsselnummern aus den Bereichen D61.-, D69.4- bis D69.6- und D70.- zulässig ist. Der Hinweistext soll auch für die Verschlüsselung mit der zurzeit gültigen ICD-10-GM Version 2009 gelten.

gilt über D61.1-FoKA: Konsens

Kodierung therapiebedingter Anämie in der Onkologie durch - D63.0* Anämie bei Neubildungen = Tumor-Anämie, - D64.8 Sonstige näher bezeichnete Anämien, - D61.1- Arzneimittelinduzierte aplastische Anämie?

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

3.479 Fälle · 63 % Frauen · Gipfel 70 bis unter 75 Jahre · 49 % Innere Medizin’24

Die Statistik weist D61.18 nicht einzeln aus — die Zahlen gehören zu D61.1 mit allen Subkodes.

Rang 785 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,019 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 69 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr3120,086 %1,5
1 bis unter 5 Jahre3521141,0 %1,6
5 bis unter 10 Jahre2813150,80 %3,7
10 bis unter 15 Jahre2817110,80 %4,4
15 bis unter 18 Jahre13940,37 %3,9
18 bis unter 20 Jahre8440,23 %6,3
20 bis unter 25 Jahre213180,60 %3,7
25 bis unter 30 Jahre211290,60 %7,3
30 bis unter 35 Jahre4013271,1 %5,2
35 bis unter 40 Jahre6215471,8 %5,1
40 bis unter 45 Jahre8316672,4 %4,8
45 bis unter 50 Jahre9721762,8 %4,3
50 bis unter 55 Jahre154421124,4 %5,7
55 bis unter 60 Jahre317982199,1 %4,6
60 bis unter 65 Jahre42414128312 %5,5
65 bis unter 70 Jahre51920431515 %5,3
70 bis unter 75 Jahre56923633316 %5,2
75 bis unter 80 Jahre43116526612 %6,7
80 bis unter 85 Jahre39816023811 %7,7
85 bis unter 90 Jahre186621245,3 %8,2
90 bis unter 95 Jahre3916231,1 %6,2
ab 95 Jahren3210,086 %6,8

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 4,3 Tagen (45 bis unter 50 Jahre) und ⌀ 8,2 Tagen (85 bis unter 90 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

6.866 Fälle

Vor allem Innere Medizin und Hämatologie und internistische Onkologie (49 % und 14 %)

  • Innere Medizin49 %3.343
  • Hämatologie und internistische Onkologie14 %962
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe12 %833
  • Pädiatrie7,4 %507
  • Gastroenterologie7,3 %504
  • Übrige 23 Abteilungen10 %717
▸ Übrige einzeln
  • Pneumologie2,4 %166
  • Urologie2,1 %147
  • Kardiologie1,0 %70
  • Chirurgie0,98 %67
  • Nephrologie0,83 %57
  • Sonstige Fachabteilung0,55 %38
  • Geriatrie0,54 %37
  • Intensivmedizin0,54 %37
  • Strahlenheilkunde0,29 %20
  • Neurologie0,19 %13
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,16 %11
  • Dermatologie0,15 %10
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,10 %7
  • Rheumatologie0,10 %7
  • Endokrinologie0,087 %6
  • Neurochirurgie0,087 %6
  • Herzchirurgie0,058 %4
  • Kinderchirurgie0,058 %4
  • Orthopädie0,044 %3
  • Unfallchirurgie0,044 %3
  • Gefäßchirurgie0,029 %2
  • Allgemeine Psychiatrie0,015 %1
  • Kinderkardiologie0,015 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu D61.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Sonstige arzneimittelinduzierte aplastische Anämie

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2025 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte