C15.- Bösartige Neubildung des Ösophagus

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen
⚖ Regellage1 SEG-4-Empfehlung · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Hinweis:

Zwei Subklassifikationen stehen zur Auswahl:

.0-.2 nach der anatomischen Bezeichnung

.3-.5 nach dem Drittel

Es wird absichtlich von dem Grundsatz abgewichen, dass die Kategorien einander ausschließen sollten, da beide Einteilungen verwendet werden, die daraus resultierenden anatomischen Unterteilungen jedoch nicht übereinstimmen.

Regeln außerhalb des Katalogs1

Ein im Krankenhaus bekannter Patient wurde in schlechtem AZ mit bekanntem inoperablem Ösophaguskarzinom aufgenommen mit tumorbedingter Ösophagusstenose. Therapie: Ösophagusbougierung. Entlassung des Patienten am Folgetag ohne weitere Maßnahmen. Was ist die Hauptdiagnose, das Ösophaguskarzinom (C15.

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes8

C15.0 Bösartige Neubildung: Zervikaler ÖsophagusMorbi-RSA⚖ 1ATC: 5
C15.1 Bösartige Neubildung: Thorakaler ÖsophagusMorbi-RSA⚖ 1ATC: 5
C15.2 Bösartige Neubildung: Abdominaler ÖsophagusMorbi-RSA⚖ 1ATC: 5
C15.3 Bösartige Neubildung: Ösophagus, oberes DrittelMorbi-RSA⚖ 1ATC: 5
C15.4 Bösartige Neubildung: Ösophagus, mittleres DrittelMorbi-RSA⚖ 1ATC: 5
C15.5 Bösartige Neubildung: Ösophagus, unteres DrittelMorbi-RSA⚖ 1ATC: 5
C15.8 Bösartige Neubildung: Ösophagus, mehrere Teilbereiche überlappendMorbi-RSA⚖ 1ATC: 5
C15.9 Bösartige Neubildung: Ösophagus, nicht näher bezeichnetMorbi-RSA⚖ 1ATC: 5

Diagnosehäufigkeit

27.758 Fälle · 78 % Männer · Gipfel 65 bis unter 70 Jahre · 42 % Innere Medizin’22

Zusammengezählt über alle Kodes unter C15.-.

Rang 151 von 1.540 auf derselben Katalogebene · 0,16 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 68 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr000––
1 bis unter 5 Jahre000––
5 bis unter 10 Jahre000––
10 bis unter 15 Jahre000––
15 bis unter 18 Jahre1100,004 %2,0
18 bis unter 20 Jahre000––
20 bis unter 25 Jahre2200,007 %6,0
25 bis unter 30 Jahre201640,072 %7,5
30 bis unter 35 Jahre3723140,13 %8,4
35 bis unter 40 Jahre150109410,54 %6,6
40 bis unter 45 Jahre219182370,79 %8,5
45 bis unter 50 Jahre469402671,7 %7,3
50 bis unter 55 Jahre1.5451.2652805,6 %8,8
55 bis unter 60 Jahre3.2762.64263412 %8,5
60 bis unter 65 Jahre4.6803.72795317 %8,7
65 bis unter 70 Jahre5.0984.0281.07018 %8,8
70 bis unter 75 Jahre4.7803.7391.04117 %8,7
75 bis unter 80 Jahre3.1782.37979911 %9,2
80 bis unter 85 Jahre2.9672.16680111 %9,0
85 bis unter 90 Jahre1.0587033553,8 %8,2
90 bis unter 95 Jahre2531391140,91 %8,3
ab 95 Jahren2510150,090 %7,3

Behandelnde Fachabteilung

27.758 Fälle

Vor allem Innere Medizin und Gastroenterologie (42 % und 14 %)

  • Innere Medizin42 %11.717
  • Gastroenterologie14 %3.795
  • Chirurgie13 %3.688
  • Hämatologie und internistische Onkologie13 %3.472
  • Strahlenheilkunde12 %3.358
  • Übrige 22 Abteilungen6,2 %1.728
▸ Übrige einzeln
  • Sonstige Fachabteilung2,8 %784
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,94 %260
  • Intensivmedizin0,54 %149
  • Geriatrie0,49 %137
  • Pneumologie0,46 %127
  • Nephrologie0,20 %56
  • Kardiologie0,19 %54
  • Thoraxchirurgie0,12 %34
  • Neurologie0,12 %33
  • Neurochirurgie0,068 %19
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,050 %14
  • Unfallchirurgie0,043 %12
  • Urologie0,032 %9
  • Gefäßchirurgie0,025 %7
  • Orthopädie0,025 %7
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,025 %7
  • Endokrinologie0,018 %5
  • Dermatologie0,014 %4
  • Herzchirurgie0,014 %4
  • Rheumatologie0,011 %3
  • Nuklearmedizin0,007 %2
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,004 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Bösartige Neubildung des Ösophagus

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte