A41.9 Sepsis, nicht näher bezeichnet

ICD-10-GM 2022Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Endständig · stationär (§ 301 SGB V): Primärkode zulässig · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Morbi-RSASepsis — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
⚖ Regellage1 verbindliche Regel · 1 weitere Quelle · zuletzt 21.04.2015 — Regeln außerhalb des Katalogs

Regeln außerhalb des Katalogs2

gilt über A41.-

Eine Sepsis wird mit einem passenden Sepsis-Kode z.B. aus Tabelle 1 kodiert. Dies trifft auch auf eine klinisch manifeste Urosepsis zu.

BSGBSG, Urteil vom 21.04.2015: sozialgerichtliches Verfahren – Revisionsbegründung – Verfahrensmangel21.04.2015

1. Krankenhäuser haben für die Abrechnung vollstationärer Behandlung die Diagnose als Hauptdiagnose zu verschlüsseln, die aus der Rückschau am Ende der Krankenhausbehandlung objektiv die Aufnahme des Patienten ins Krankenhaus erforderlich machte. 2. Hat ein Krankenhaus einer Krankenkasse überzahlte Vergütung für die Behandlung eines Versicherten zu erstatten, kann es sich nicht aufgrund der Folgen für das Erlösbudget auf Entreicherung berufen.

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Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Diagnosehäufigkeit

18.069 Fälle · 59 % Männer · Gipfel 80 bis unter 85 Jahre · 54 % Innere Medizin’22

Rang 177 von 7.638 auf derselben Katalogebene · 0,11 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 76 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr16796710,92 %8,3
1 bis unter 5 Jahre9341520,51 %8,5
5 bis unter 10 Jahre5531240,30 %11,8
10 bis unter 15 Jahre4422220,24 %7,5
15 bis unter 18 Jahre2914150,16 %11,2
18 bis unter 20 Jahre2717100,15 %18,1
20 bis unter 25 Jahre7343300,40 %11,5
25 bis unter 30 Jahre7947320,44 %9,2
30 bis unter 35 Jahre12779480,70 %15,4
35 bis unter 40 Jahre17097730,94 %13,4
40 bis unter 45 Jahre222135871,2 %13,4
45 bis unter 50 Jahre2971771201,6 %13,6
50 bis unter 55 Jahre5803592213,2 %15,2
55 bis unter 60 Jahre9536173365,3 %13,7
60 bis unter 65 Jahre1.4749605148,2 %13,6
65 bis unter 70 Jahre1.8221.15766510 %12,4
70 bis unter 75 Jahre2.3201.43888213 %12,2
75 bis unter 80 Jahre2.3591.39496513 %11,2
80 bis unter 85 Jahre3.4121.9401.47219 %10,3
85 bis unter 90 Jahre2.4991.3531.14614 %8,8
90 bis unter 95 Jahre9974825155,5 %7,2
ab 95 Jahren2701001701,5 %6,1

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 6,1 Tagen (ab 95 Jahren) und ⌀ 15,2 Tagen (50 bis unter 55 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung

59.362 Fälle

Vor allem Innere Medizin und Urologie (54 % und 8,3 %)

  • Innere Medizin54 %32.144
  • Urologie8,3 %4.945
  • Intensivmedizin6,6 %3.913
  • Gastroenterologie6,2 %3.665
  • Kardiologie6,2 %3.662
  • Übrige 28 Abteilungen19 %11.033
▸ Übrige einzeln
  • Chirurgie4,0 %2.395
  • Nephrologie3,1 %1.868
  • Geriatrie2,4 %1.416
  • Pädiatrie1,7 %990
  • Pneumologie1,6 %978
  • Hämatologie und internistische Onkologie1,4 %802
  • Neurologie1,0 %597
  • Sonstige Fachabteilung0,65 %383
  • Unfallchirurgie0,56 %332
  • Gefäßchirurgie0,36 %213
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,27 %162
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,26 %157
  • Orthopädie0,24 %145
  • Herzchirurgie0,21 %125
  • Endokrinologie0,13 %76
  • Neurochirurgie0,13 %75
  • Dermatologie0,098 %58
  • Rheumatologie0,094 %56
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,071 %42
  • Thoraxchirurgie0,066 %39
  • Plastische Chirurgie0,059 %35
  • Neonatologie0,045 %27
  • Kinderchirurgie0,044 %26
  • Strahlenheilkunde0,020 %12
  • Zahn- u. Kieferheilkunde, Mund- u. Kieferchirurgie0,019 %11
  • Kinderkardiologie0,017 %10
  • Geburtshilfe0,003 %2
  • Allgemeine Psychiatrie0,002 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu A41.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Alphabetisches Verzeichnis33

Allgemeininfektion - s.a. Sepsis
Primärschlüssel
Bakterielle Toxämie
Primärschlüssel
Biliäre Sepsis
Primärschlüssel
Blutvergiftung
Primärschlüssel
Eitervergiftung
Primärschlüssel
Gangränöse Sepsis
Primärschlüssel
Generalisierte Infektion a.n.k.
Primärschlüssel
Generalisierte Sepsis
Primärschlüssel
Kryptogenetische Sepsis
Primärschlüssel
Pyämie
Primärschlüssel
Pyämische Embolie
Primärschlüssel
Pyoseptikämie - s.a. Sepsis
Primärschlüssel
Schwere Sepsis
Primärschlüssel
Sepsis
Primärschlüssel
Sepsis bei unbekanntem Primärherd
Primärschlüssel
Sepsis mit Multiorganversagen
Primärschlüssel
▸ noch 17 Einträge
Septikämie - s.a. Sepsis
Primärschlüssel
Septikopyämie
Primärschlüssel
Septische Intoxikation
Primärschlüssel
Septische Toxikose
Primärschlüssel
Septisches Fieber
Primärschlüssel
Septisches Multiorganversagen
Primärschlüssel
Septisch-toxisches Multiorganversagen
Primärschlüssel
Suppurative Sepsis
Primärschlüssel
Toxämie [Sepsis]
Primärschlüssel
Toxikämie [Sepsis]
Primärschlüssel
Urosepsis
Primärschlüssel
Glomeruläre Krankheit bei Sepsis a.n.k.
Kreuz / Stern
Glomerulonephritis bei Sepsis
Kreuz / Stern
Pyelonephritis durch Sepsis a.n.k.
Kreuz / Stern
Tubulointerstitielle Nierenkrankheit durch Sepsis
Kreuz / Stern
Generalisierte Eiterabsorption
zurückgezogenPrimärschlüssel
HIV-Krankheit mit Sepsis
Zwei Primärschlüssel

Änderungen

2010Bestand
Sepsis, nicht näher bezeichnet

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2022 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte