Kryotherapie der Haut, je Sitzung
Nach dem Wortlaut der GOÄ, in beiden Richtungen. Fundstellen und Wortlaut unter Abrechnungsregeln.
| Tarif | Schwelle | Höchstsatz |
|---|---|---|
Regelfall § 5 GOÄ ↗ | 9,52 € × 2,3 | 14,48 € × 3,5 |
Wahlleistung, nicht persönlich § 5 Abs. 5 GOÄ ↗ | 9,52 € × 2,3 | 9,52 € × 2,3 |
Standardtarif (§ 5b GOÄ) § 5b GOÄ ↗ | – | 7,04 € × 1,7 |
Standard-, Basis-, Notlagentarif (§ 75 Abs. 3a SGB V) § 75 Abs. 3a Satz 2 SGB V ↗ | – | 7,45 € × 1,8 |
Basistarif (Vereinbarung) Vereinbarung nach § 75 Abs. 3b SGB V (vgl. BT-Drs. 17/4782) ↗ | – | 4,97 € × 1,2 |
Schwangerschaftsabbruch (§ 5a GOÄ) § 5a GOÄ ↗ | – | 7,45 € × 1,8 |
Öffentlicher Leistungsträger (§ 11 GOÄ) § 11 GOÄ ↗ | – | 4,14 € × 1,0 |
Punktzahl × 5,82873 Cent × Satz, einmal am Ende auf Cent gerundet. Regelrahmen 1,0–3,5, Begründung über 2,3 (§ 5 Abs. 1 und 2).
Eine Oberflächenanästhesie der Haut durch Kälteapplikation (Vereisung, Chloräthylspray) ist nicht als Kryotherapie Nr. 740 berechenbar, da diese eine gewollte Gewebezerstörung voraussetzt (zum Beispiel flüssiger Stickstoff bei aktinischer Keratose). Die Hautoberflächenanästhesie ist in der GOÄ nicht aufgeführt, in der Hauptleistung enthalten und nicht gesondert berechenbar (Nr. 483 bis 489 gelten nur für Schleimhautlokalisationen); die Mittel sind nach § 10 Abs. 2 auch nicht als Auslagen ansetzbar.
Für eine tiefe Kryotherapie mit aufgebrachtem Flüssiggas sieht der PKV-Verband keine Lücke, weil Nr. 740 diese Leistung abdeckt; eine Analogberechnung nach Nr. 698 (A 0698) scheidet aus.
Bundesärztekammer und PKV-Verband haben dem Bundesgesundheitsministerium einen Entwurf einer neuen Gebührenordnung übergeben (Fassung v6, Stand 15.07.2026). Er ist nicht in Kraft; bis zur Verkündung gilt diese GOÄ. Die neue Nummer zu Nr. 740 nennen wir, sobald der Entwurf frei veröffentlicht ist. Stand bei der BÄK ↗
Gebühr im Verzeichnis (Fassung 1996): 8,09 DM. Datenstand 06.10.2026. Quellen und Methode: Datenquellen.