Nr. 68 Peritonealkatheter, Niereninsuffizienz, Dialyse

VerwendungKodierempfehlung — die abgestimmte Auffassung der Sozialmedizinischen Expertengruppe 4 der Medizinischen Dienste. Sie ist keine Rechtsnorm: verbindlich sind die Klassifikationen und die Deutschen Kodierrichtlinien, die der Empfehlung vorgehen.
ICD:Z49.0
  • Z49.0 Vorbereitung auf die Dialyse
OPS:5-549.2
  • 5-549.2 Andere Bauchoperationen: Implantation eines Katheterverweilsystems in den Bauchraum, subkutan getunnelt
FoKA: KonsensPosition des Fachausschusses für ordnungsgemäße Kodierung und Abrechnung der DGfM. FoKA-Wiki ↗
2026-01-01Zuletzt überarbeitet (erstmals veröffentlicht 2006-02-28). SEG-4 arbeitet einzelne Empfehlungen über Jahre fort — der Stand sagt, wie aktuell diese Auffassung ist.
GeändertSeit dem Abruf vom 12.02.2026 neu datiert (turnusmäßige Überprüfung, Wortlaut unverändert).
QuelleDatenbank der SEG-4-Kodierempfehlungen des Medizinischen Dienstes, Nr. 68, abgerufen am 25.09.2026.

Wortlaut der Empfehlung

Problem/Erläuterung:


Aufnahme zur Neuanlage Peritonealkatheter (5-549.2 Implantation eines Katheterverweilsystems in den Bauchraum) bei Niereninsuffizienz. Ist entsprechend DKR 0912c (bis Version 2006) als Hauptdiagnose Z49.0 Vorbereitung auf die Dialyse zu kodieren oder die Niereninsuffizienz?


Kodierempfehlung:


Niereninsuffizienz ist Hauptdiagnose. DKR 0912 bezieht sich bis einschließlich Version 2006 nur auf chirurgisch angelegte arteriovenöse Fistel/Shunt bei Niereninsuffizienz. Ein Peritonealkatheter ist kein Shunt. Eine analoge Anwendung der DKR ist nicht zulässig.


Die Regelung zur Verwendung der Schlüsselnummer Z49.0 Vorbereitung auf die Dialyse wurde im Rahmen der Weiterentwicklung der DKR gestrichen. Nach DKR D002 ist die Niereninsuffizienz Hauptdiagnose.


Hinweis: Nur für Fälle bis einschließlich 2006 relevant.


Siehe auch Kodierempfehlung 72.