Nr. 574 Adipositas, Bariatrische Chirurgie, Hautüberschuss

VerwendungKodierempfehlung — die abgestimmte Auffassung der Sozialmedizinischen Expertengruppe 4 der Medizinischen Dienste. Sie ist keine Rechtsnorm: verbindlich sind die Klassifikationen und die Deutschen Kodierrichtlinien, die der Empfehlung vorgehen.
ICD:L98.7
  • L98.7 Überschüssige und erschlaffte Haut und Unterhaut
FoKA: KonsensPosition des Fachausschusses für ordnungsgemäße Kodierung und Abrechnung der DGfM. FoKA-Wiki ↗
Im Text erwähntE65
2026-01-01Zuletzt überarbeitet (erstmals veröffentlicht 2016-12-12). SEG-4 arbeitet einzelne Empfehlungen über Jahre fort — der Stand sagt, wie aktuell diese Auffassung ist.
GeändertSeit dem Abruf vom 12.02.2026 neu datiert (turnusmäßige Überprüfung, Wortlaut unverändert).
QuelleDatenbank der SEG-4-Kodierempfehlungen des Medizinischen Dienstes, Nr. 574, abgerufen am 25.09.2026.

Wortlaut der Empfehlung

Problem/Erläuterung:


Vor zwei Jahren war eine Magenbypass-OP bei morbider Adipositas durchgeführt worden. Aktuelles Gewicht 96 kg (BMI 29) nach zwischenzeitlicher Gewichtsabnahme von 60 kg. Seit mehreren Monaten stabile Situation. Infolge der Gewichtsabnahme hat sich ein Hautüberschuss gebildet, der durch eine Straffungsoperation entfernt wurde.

Was ist die Hauptdiagnose?


E65 Lokalisierte Adipositas oder L98.7 Überschüssige und erschlaffte Haut und Unterhaut?


Kodierempfehlung:


Nach DKR D002 ist L98.7 Überschüssige und erschlaffte Haut und Unterhaut als Hauptdiagnose zuzuweisen. Mit dieser Schlüsselnummer steht seit 2016 ein Kode zur Verfügung, mit dem sich der Gewichtsverlust infolge eines bariatrischen Eingriffs spezifisch abbilden lässt, siehe hierzu Inklusivum.


Siehe auch Kodierempfehlung 209.