Nr. 569 Stroke-mimics, Schlaganfall, akut, Komplexbehandlung

VerwendungKodierempfehlung — die abgestimmte Auffassung der Sozialmedizinischen Expertengruppe 4 der Medizinischen Dienste. Sie ist keine Rechtsnorm: verbindlich sind die Klassifikationen und die Deutschen Kodierrichtlinien, die der Empfehlung vorgehen.
OPS:8-981,8-98b
  • 8-981 Neurologische Komplexbehandlung des akuten Schlaganfalls
  • 8-98b Andere neurologische Komplexbehandlung des akuten Schlaganfalls
FoKA: KonsensPosition des Fachausschusses für ordnungsgemäße Kodierung und Abrechnung der DGfM. FoKA-Wiki ↗
2026-01-01Zuletzt überarbeitet (erstmals veröffentlicht 2016-08-25). SEG-4 arbeitet einzelne Empfehlungen über Jahre fort — der Stand sagt, wie aktuell diese Auffassung ist.
GeändertSeit dem Abruf vom 12.02.2026 neu datiert (turnusmäßige Überprüfung, Wortlaut unverändert).
QuelleDatenbank der SEG-4-Kodierempfehlungen des Medizinischen Dienstes, Nr. 569, abgerufen am 25.09.2026.

Wortlaut der Empfehlung

Problem/Erläuterung:


Kann die neurologische Komplexbehandlung des akuten Schlaganfalls (OPS-Kode 8-981 beziehungsweise 8-98b) bei „stroke mimics“ verschlüsselt werden?


Kodierempfehlung:


Eine neurologische Komplexbehandlung des akuten Schlaganfalls ist nicht kodierbar, da dies das Vorliegen eines Schlaganfalls, einer transitorisch ischämischen Attacke (TIA) oder einer Ischämie im Versorgungsbgebiet der A. ophthalmica voraussetzt (siehe Wortlaut des Kodes beziehungsweise Hinweis).


Es handelt sich um „Schlaganfall-imitierende“ bzw. apoplektiform auftretende Symptome beziehungsweise Diagnosen, die vom Schlaganfall /der TIA abgegrenzt werden müssen (z. B. metabolische Enzephalopathie, Todd´sche Lähmung nach Krampfanfall, Hypoglykämie, Migräne mit Aura oder entzündliche Erkrankungen des zentralen Nervensystems).