Nr. 548 Durchgangssyndrom, Delir, postoperativ

VerwendungKodierempfehlung — die abgestimmte Auffassung der Sozialmedizinischen Expertengruppe 4 der Medizinischen Dienste. Sie ist keine Rechtsnorm: verbindlich sind die Klassifikationen und die Deutschen Kodierrichtlinien, die der Empfehlung vorgehen.
ICD:F05.8
  • F05.8 Sonstige Formen des Delirs
FoKA: KonsensPosition des Fachausschusses für ordnungsgemäße Kodierung und Abrechnung der DGfM. Stand 15.09.2015. FoKA-Wiki ↗
Im Text erwähntF09
2026-01-01Zuletzt überarbeitet (erstmals veröffentlicht 2015-08-27). SEG-4 arbeitet einzelne Empfehlungen über Jahre fort — der Stand sagt, wie aktuell diese Auffassung ist.
GeändertSeit dem Abruf vom 12.02.2026 neu datiert (turnusmäßige Überprüfung, Wortlaut unverändert).
QuelleDatenbank der SEG-4-Kodierempfehlungen des Medizinischen Dienstes, Nr. 548, abgerufen am 25.09.2026.

Wortlaut der Empfehlung

Problem/Erläuterung:


Ein Patient erleidet postoperativ ein sich schnell entwickelndes „Durchgangssyndrom“ mit Einschränkung des Bewusstseins, Agitiertheit, gestörtem Schlafwachrhythmus. Was ist die entsprechende Nebendiagnose?


Kodierempfehlung:


Das Durchgangssyndrom ist eine mittlerweile obsolete Bezeichnung eines postoperativen Delirs. Das postoperative Delir ist mit F05.8 Delir, nicht durch Alkohol oder andere psychotrope Substanzen bedingt, Sonstige Formen des Delirs zu verschlüsseln.


Zwar verweist das alphabetische Verzeichnis unter „Durchgangssyndrom“ auf den unspezifischen Kode F09 Nicht näher bezeichnete organische oder symptomatische psychische Störung. Bei Verwendung der korrekten Krankheitsbezeichnung „Delir, postoperativ“ führt das alphabetische Verzeichnis auf den Kode F05.8 (mit dem Inklusivum Postoperatives Delir).