Nr. 538 Verbrennung, Volumenmangel

VerwendungKodierempfehlung — die abgestimmte Auffassung der Sozialmedizinischen Expertengruppe 4 der Medizinischen Dienste. Sie ist keine Rechtsnorm: verbindlich sind die Klassifikationen und die Deutschen Kodierrichtlinien, die der Empfehlung vorgehen.
ICD:E86
  • E86 Volumenmangel
FoKA: KonsensPosition des Fachausschusses für ordnungsgemäße Kodierung und Abrechnung der DGfM. FoKA-Wiki ↗
2026-01-01Zuletzt überarbeitet (erstmals veröffentlicht 2014-12-17). SEG-4 arbeitet einzelne Empfehlungen über Jahre fort — der Stand sagt, wie aktuell diese Auffassung ist.
GeändertSeit dem Abruf vom 12.02.2026 neu datiert (turnusmäßige Überprüfung, Wortlaut unverändert).
QuelleDatenbank der SEG-4-Kodierempfehlungen des Medizinischen Dienstes, Nr. 538, abgerufen am 25.09.2026.

Wortlaut der Empfehlung

Problem/Erläuterung:


Eine Patientin (Körpergewicht 60 kg) mit IIa- bis III-gradiger Verbrennung an Rücken, Mammae und linkem Arm (insgesamt 20 % der Körperoberfläche) wird in einem Brandverletztenzentrum behandelt und operativ versorgt. Ab dem Zeitpunkt der Krankenhausaufnahme erfolgt eine leitliniengerechte Volumensubstitution nach Parkland-Baxter-Schema mit 4,8 l Vollelektrolytlösung/24 Stunden. Zu keinem Zeitpunkt tritt eine messbare Hypovolämie ein.


Ist E86 Volumenmangel als Nebendiagnose zu kodieren?


Kodierempfehlung:


E86 Volumenmangel ist nicht als Nebendiagnose zu kodieren, da zu keinem Zeitpunkt ein Volumenmangel nachgewiesen wurde. Durchgeführt wurde eine Volumengabe aus prophylaktischen Gründen. Die sich anbahnende oder drohende Krankheit ist nicht zu kodieren (DKR D001).