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Nr. 474Hirnblutung, Frühgeborenes

Verwendung
Kodierempfehlung — die abgestimmte Auffassung der Sozialmedizinischen Expertengruppe 4 der Medizinischen Dienste. Sie ist keine Rechtsnorm: verbindlich sind die Klassifikationen und die Deutschen Kodierrichtlinien, die der Empfehlung vorgehen.
  • P52.0 Intrakranielle (nichttraumatische) Blutung 1. Grades beim Fetus und Neugeborenen
  • P52.2 Intraventrikuläre (nichttraumatische) Blutung 3. Grades beim Fetus und Neugeborenen
2025-01-01
Zuletzt überarbeitet (erstmals veröffentlicht 2013-04-16). SEG-4 arbeitet einzelne Empfehlungen über Jahre fort — der Stand sagt, wie aktuell diese Auffassung ist.

Wortlaut der Empfehlung

Problem/Erläuterung:


Bei einem eutrophen Frühgeborenen (32. Schwangerschaftswoche) zeigt die erste Schädelsonografie im Alter von 28 Lebensstunden eine subependymale Blutung (Grad I) rechts und eine intraventrikuläre Blutung (Grad III) links.


Unter klinischer Kontrolle entwickelt sich das Bild eines posthämorrhagischen Hydrocephalus internus. Am 20. Lebenstag erfolgen ein kinderneurochirurgisches Konsil und die Verlegung in ein anderes Krankenhaus zur operativen Therapie.


Sind als Nebendiagnosen


P52.0 Intrakranielle nichttraumatische Blutung beim Fetus und Neugeborenen, Intraventrikuläre (nichttraumatische) Blutung 1. Grades beim Fetus und Neugeborenen


und


P52.2 Intrakranielle nichttraumatische Blutung beim Fetus und Neugeborenen, Intraventrikuläre (nichttraumatische) Blutung 3. Grades beim Fetus und Neugeborenen


zu kodieren?


Kodierempfehlung:


Nur P52.2 Intraventrikuläre (nichttraumatische) Blutung 3. Grades beim Fetus und Neugeborenen ist zu kodieren. Siehe hierzu das Inklusivum „Subependymblutung mit intraventrikulärer und intrazerebraler Ausdehnung gleichzeitig“.


Für Fälle ab 2023 sind die Erläuterungen unter P52.- zu beachten.