Nr. 458 Diabetes mellitus, Neurologische Komplikationen, Polyneuropathie

VerwendungKodierempfehlung — die abgestimmte Auffassung der Sozialmedizinischen Expertengruppe 4 der Medizinischen Dienste. Sie ist keine Rechtsnorm: verbindlich sind die Klassifikationen und die Deutschen Kodierrichtlinien, die der Empfehlung vorgehen.
ICD:E10.61
  • E10.61 Diabetes mellitus, Typ 1: Mit sonstigen näher bezeichneten Komplikationen: Als entgleist bezeichnet
FoKA: KonsensPosition des Fachausschusses für ordnungsgemäße Kodierung und Abrechnung der DGfM. FoKA-Wiki ↗
2026-01-01Zuletzt überarbeitet (erstmals veröffentlicht 2012-10-30). SEG-4 arbeitet einzelne Empfehlungen über Jahre fort — der Stand sagt, wie aktuell diese Auffassung ist.
GeändertSeit dem Abruf vom 12.02.2026 neu datiert (turnusmäßige Überprüfung, Wortlaut unverändert).
QuelleDatenbank der SEG-4-Kodierempfehlungen des Medizinischen Dienstes, Nr. 458, abgerufen am 25.09.2026.

Wortlaut der Empfehlung

Problem/Erläuterung:


Ein Patient mit Diabetes mellitus Typ 1 wird mit rezidivierenden hyperglykämischen Entgleisungen und mit bekannten neurologischen Komplikationen stationär aufgenommen. Die bereits ambulant eingeleitete Behandlung einer vorbestehenden autonomen Polyneuropathie und einer peripheren asymmetrischen Polyneuropathie wird fortgesetzt. Was ist die Hauptdiagnose?


Kodierempfehlung:


Hauptdiagnose ist E10.61 Primär insulinabhängiger Diabetes mellitus [Typ-1-Diabetes] mit sonstigen näher bezeichneten Komplikationen, als entgleist bezeichnet. Es wird für die 4. Stelle des Diabetes-Kodes -.6 gewählt, weil in diesem Fall ausschließlich neurologische Komplikationen vorliegen. Durch diese Kodierung wird die Behandlung eines entgleisten Diabetes mellitus von der Behandlung der neurologischen Manifestation unterschieden.


Siehe auch Kodierempfehlungen 9, 35, 56, 170, 408, 578, 579 und 600.