Nr. 438 Herzinsuffizienz, Schlafapnoe, Cheyne-Stokes-Atmung

VerwendungKodierempfehlung — die abgestimmte Auffassung der Sozialmedizinischen Expertengruppe 4 der Medizinischen Dienste. Sie ist keine Rechtsnorm: verbindlich sind die Klassifikationen und die Deutschen Kodierrichtlinien, die der Empfehlung vorgehen.
ICD:G47.30
  • G47.30 Zentrales Schlafapnoe-Syndrom
FoKA: KonsensPosition des Fachausschusses für ordnungsgemäße Kodierung und Abrechnung der DGfM. FoKA-Wiki ↗
2026-01-01Zuletzt überarbeitet (erstmals veröffentlicht 2012-04-19). SEG-4 arbeitet einzelne Empfehlungen über Jahre fort — der Stand sagt, wie aktuell diese Auffassung ist.
GeändertSeit dem Abruf vom 12.02.2026 neu datiert (turnusmäßige Überprüfung, Wortlaut unverändert).
QuelleDatenbank der SEG-4-Kodierempfehlungen des Medizinischen Dienstes, Nr. 438, abgerufen am 25.09.2026.

Wortlaut der Empfehlung

Problem/Erläuterung:


Die Ehefrau des Patienten berichtet über auffallende nächtliche Atempausen bei ihrem Mann. Eine Herzinsuffizienz ist bekannt. Er wird zur Diagnostik bei Verdacht auf schlafbezogene Atmungsstörung aufgenommen. Die Diagnostik ergibt eine Zentrale Schlafapnoe mit Cheyne-Stokes-Atmungsmuster bei Herzinsuffizienz NYHA IV. Was ist die Hauptdiagnose?


Kodierempfehlung:


G47.30 Zentrales Schlafapnoe-Syndrom ist als Hauptdiagnose zuzuweisen. Zu den Diagnosekriterien einer Zentralen Schlafapnoe mit Cheyne-Stokes-Atmungsmuster gehört die mögliche Assoziation mit schweren internistischen/neurologischen Erkrankungen, z. B. der Herzinsuffizienz. Eine Kodierung des Zentralen Schlafapnoe-Syndroms (Manifestation) mit der Herzinsuffizienz (Ätiologie) über die Kreuz-Stern-Systematik ist nicht möglich. Die Zentrale Schlafapnoe ist die dem Cheyne-Stokes-Atmungsmuster zu Grunde liegende Erkrankung, die durch die Diagnostik nachgewiesen wurde.