Nr. 436 Eisenmangel, chronisch

VerwendungKodierempfehlung — die abgestimmte Auffassung der Sozialmedizinischen Expertengruppe 4 der Medizinischen Dienste. Sie ist keine Rechtsnorm: verbindlich sind die Klassifikationen und die Deutschen Kodierrichtlinien, die der Empfehlung vorgehen.
ICD:D50.0,E61.1
  • D50.0 Eisenmangelanämie nach Blutverlust (chronisch)
  • E61.1 Eisenmangel
FoKA: KonsensPosition des Fachausschusses für ordnungsgemäße Kodierung und Abrechnung der DGfM. FoKA-Wiki ↗
Im Text erwähntD50.-
2026-01-01Zuletzt überarbeitet (erstmals veröffentlicht 2012-04-19). SEG-4 arbeitet einzelne Empfehlungen über Jahre fort — der Stand sagt, wie aktuell diese Auffassung ist.
GeändertSeit dem Abruf vom 12.02.2026 neu datiert (turnusmäßige Überprüfung, Wortlaut unverändert).
QuelleDatenbank der SEG-4-Kodierempfehlungen des Medizinischen Dienstes, Nr. 436, abgerufen am 25.09.2026.

Wortlaut der Empfehlung

Problem/Erläuterung:


Bei einem Patienten wurde eine Eisenmangelanämie im Rahmen eines chronischen Blutverlustes diagnostiziert. Es wurde sowohl Eisen parenteral substituiert als auch eine Transfusion mit Erythrozytenkonzentraten durchgeführt. Kann neben D50.0 Eisenmangelanämie, Eisenmangelanämie nach Blutverlust (chronisch) auch E61.1 Mangel an sonstigen Spurenelementen, Eisenmangel kodiert werden?


Kodierempfehlung:


Im vorliegenden Fall handelt es sich um einen manifesten Eisenmangel mit Eisenmangelanämie, somit ist nur D50.0 Eisenmangelanämie, Eisenmangelanämie nach Blutverlust (chronisch) zu kodieren. Der vorliegende Eisenmangel ist durch diese Kombinations-Schlüsselnummer (s. DKR D010) abgebildet.


Für Fälle ab 2022 findet sich hierzu jeweils ein Exklusivum unter D50.- und E61.1.