Nr. 266 Rethorakotomie, Reoperation

VerwendungKodierempfehlung — die abgestimmte Auffassung der Sozialmedizinischen Expertengruppe 4 der Medizinischen Dienste. Sie ist keine Rechtsnorm: verbindlich sind die Klassifikationen und die Deutschen Kodierrichtlinien, die der Empfehlung vorgehen.
OPS:53403,5-983
FoKA: KonsensPosition des Fachausschusses für ordnungsgemäße Kodierung und Abrechnung der DGfM. FoKA-Wiki ↗
Im Text erwähnt5-340, 5-349.6
2026-01-01Zuletzt überarbeitet (erstmals veröffentlicht 2008-12-18). SEG-4 arbeitet einzelne Empfehlungen über Jahre fort — der Stand sagt, wie aktuell diese Auffassung ist.
GeändertSeit dem Abruf vom 12.02.2026 neu datiert (turnusmäßige Überprüfung, Wortlaut unverändert).
QuelleDatenbank der SEG-4-Kodierempfehlungen des Medizinischen Dienstes, Nr. 266, abgerufen am 25.09.2026.

Wortlaut der Empfehlung

Problem/Erläuterung:


Stationäre Aufnahme wegen eines parapneumonischen Thoraxempyems. Es werden eine Thoraxdrainage und Thorakoskopie mit Empyemausräumung und Dekortikation durchgeführt. Postoperativ Lungenembolie mit intensivmedizinischer Behandlung. Im weiteren Verlauf Thorakotomie mit offen chirurgischer Dekortikation. Darf 5-340.3 Rethorakotomie verschlüsselt werden?


Kodierempfehlung:


Bis einschließlich 2011 gilt:


Im vorliegenden Fall handelt es sich zwar um eine Wiedereröffnung eines Operationsgebietes zur Durchführung einer anderen Operation in diesem Operationsgebiet, eine Rethorakotomie wurde jedoch nicht durchgeführt. Die Wiedereröffnung des Operationsgebietes kann daher nur mit dem OPS-Kode

5-983 Reoperation verschlüsselt werden.


Ab 2012 gilt:


Ab 2012 sind die Änderungen der DKR P013 und des OPS zu berücksichtigen. Ab 2012 ist der Kode für die Dekortikation anzugeben und zusätzlich 5-349.6 Reoperation an Lunge, Bronchus, Brustwand, Pleura, Mediastinum oder Zwerchfell zu kodieren.