Nr. 215 P70.0 Syndrom des Kindes einer Mutter mit gestationsbedingtem Diabetes mellitus, P70.1 Syndrom des Kindes einer diabetischen Mutter

VerwendungKodierempfehlung — die abgestimmte Auffassung der Sozialmedizinischen Expertengruppe 4 der Medizinischen Dienste. Sie ist keine Rechtsnorm: verbindlich sind die Klassifikationen und die Deutschen Kodierrichtlinien, die der Empfehlung vorgehen.
ICD:O24.-,P70.0,P70.1
  • O24.- Diabetes mellitus in der Schwangerschaft
  • P70.0 Syndrom des Kindes einer Mutter mit gestationsbedingtem Diabetes mellitus
  • P70.1 Syndrom des Kindes einer diabetischen Mutter
FoKA: Konsens mit KommentarPosition des Fachausschusses für ordnungsgemäße Kodierung und Abrechnung der DGfM. FoKA-Wiki ↗
2026-01-01Zuletzt überarbeitet (erstmals veröffentlicht 2008-04-24). SEG-4 arbeitet einzelne Empfehlungen über Jahre fort — der Stand sagt, wie aktuell diese Auffassung ist.
GeändertSeit dem Abruf vom 12.02.2026 neu datiert (turnusmäßige Überprüfung, Wortlaut unverändert).
QuelleDatenbank der SEG-4-Kodierempfehlungen des Medizinischen Dienstes, Nr. 215, abgerufen am 25.09.2026.

Wortlaut der Empfehlung

Problem/Erläuterung:


Wann kann


P70.0 Syndrom des Kindes einer Mutter mit gestationsbedingtem Diabetes mellitus

oder


P70.1 Syndrom des Kindes einer diabetischen Mutter


kodiert werden?


Kodierempfehlung:


Die Kodierbarkeit von P70.0 bzw. P70.1 setzt die folgenden Kriterien voraus:


- bestätigte Diagnose O24.- Diabetes mellitus in der Schwangerschaft (Mutter)


- Blutzuckerbestimmungen nach Schema (z. B. nach 1, 3, 6 und 12 Stunden)


- Ein oder mehrere Blutzuckerwert(e) in den ersten 24 Lebensstunden unter 35 mg/dl (< 1,9 mmol/l) oder nach 24 Stunden unter 45 mg/dl (< 2,5 mmol/l)


- das Vorhandensein von klinischer Ausprägung beim Neugeborenen (z. B. Makrosomie, Zittrigkeit, Hypokalzämie, transitorische Tachypnoe, Atemnotsyndrom, Polyzythämie, Plethora, Hyperbilirubinämie, Kardiomegalie, Zyanose, Azidose, Elektrolytstörung, Krämpfe)


- therapeutische Konsequenzen (z. B. Glucose-Infusion oder Formula-Nahrung in kurzzeitigen Abständen, ggf. weitere symptomatische Therapie je nach klinischer Ausprägung)