DRGSystemDeutschland

Nr. 204Poly-, Monarthritis

Verwendung
Kodierempfehlung — die abgestimmte Auffassung der Sozialmedizinischen Expertengruppe 4 der Medizinischen Dienste. Sie ist keine Rechtsnorm: verbindlich sind die Klassifikationen und die Deutschen Kodierrichtlinien, die der Empfehlung vorgehen.
  • M05.90 Seropositive chronische Polyarthritis, nicht näher bezeichnet: Mehrere Lokalisationen
  • M05.93 Seropositive chronische Polyarthritis, nicht näher bezeichnet: Unterarm [Radius, Ulna, Handgelenk]
2025-01-01
Zuletzt überarbeitet (erstmals veröffentlicht 2007-12-18). SEG-4 arbeitet einzelne Empfehlungen über Jahre fort — der Stand sagt, wie aktuell diese Auffassung ist.

Wortlaut der Empfehlung

Problem/Erläuterung:


Ein 50-jähriger Patient mit bekannter chronischer seropositiver Polyarthritis mit Befall multipler Gelenke wird elektiv zur Synovektomie bei persistierender Monarthritis im Bereich des Handgelenks aufgenommen. Die Dauermedikation bei bekannter Grunderkrankung wird während des stationären Aufenthaltes unverändert fortgesetzt. Wie sind Haupt- und Nebendiagnose zu kodieren?


Kodierempfehlung:


Hauptdiagnose ist M05.93 Seropositive chronische Polyarthritis, nicht näher bezeichnet, Unterarm [Radius, Ulna, Handgelenk]. Die den stationären Aufenthalt hauptsächlich veranlassende Diagnose ist die persistierende Monarthritis des Handgelenks. Es handelt sich um eine Manifestation der Erkrankung, nicht um ein Symptom. Als Nebendiagnose ist der Kode M05.90 Seropositive chronische Polyarthritis, nicht näher bezeichnet, mehrere Lokalisationen anzugeben.


Hinweis:

Nach dem BSG-Urteil vom 29.08.2023 (Az. B1 KR 25/22 R) sind bei der Festlegung der Hauptdiagnose alle bei Aufnahme ins Krankenhaus objektiv vorliegenden Leiden, welche stationär behandlungsbedürftig waren, nach Analyse ex post entsprechend dem Grad ihres Ressourcenverbrauchs zu berücksichtigen.