DRGSystemDeutschland

Nr. 169Sehne, Ruptur, Rheuma

Verwendung
Kodierempfehlung — die abgestimmte Auffassung der Sozialmedizinischen Expertengruppe 4 der Medizinischen Dienste. Sie ist keine Rechtsnorm: verbindlich sind die Klassifikationen und die Deutschen Kodierrichtlinien, die der Empfehlung vorgehen.
ICD:M66.2-
  • M66.2- Spontanruptur von Strecksehnen
2025-01-01
Zuletzt überarbeitet (erstmals veröffentlicht 2007-08-21). SEG-4 arbeitet einzelne Empfehlungen über Jahre fort — der Stand sagt, wie aktuell diese Auffassung ist.

Wortlaut der Empfehlung

Problem/Erläuterung:


Eine Patientin wird wegen einer nicht frischen Spontanruptur der Extensor pollicis longus-Sehne bei rheumatoider Arthritis stationär behandelt. Es erfolgt die Indicis-Transposition. Das bis zur Aufnahme eingenommene Methotrexat wird abgesetzt. Was ist die Hauptdiagnose?


Kodierempfehlung:


Nicht die rheumatische Grunderkrankung hat den aktuellen Krankenhausaufenthalt veranlasst, sondern die Rekonstruktion der spontan rupturierten Sehne. Somit ist die Sehnenruptur als Hauptdiagnose zu kodieren: M66.2- Spontanruptur von Strecksehnen (5. Stelle 3 oder 4, je nach Lokalisation).