DRGSystemDeutschland

Nr. 132Schlafapnoesyndrom, SAS, Restless-legs-Syndrom, RLS, Polysomnografie

Verwendung
Kodierempfehlung — die abgestimmte Auffassung der Sozialmedizinischen Expertengruppe 4 der Medizinischen Dienste. Sie ist keine Rechtsnorm: verbindlich sind die Klassifikationen und die Deutschen Kodierrichtlinien, die der Empfehlung vorgehen.
  • G25.8- Sonstige näher bezeichnete extrapyramidale Krankheiten und Bewegungsstörungen
  • G47.31 Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom
2025-01-01
Zuletzt überarbeitet (erstmals veröffentlicht 2007-04-25). SEG-4 arbeitet einzelne Empfehlungen über Jahre fort — der Stand sagt, wie aktuell diese Auffassung ist.

Wortlaut der Empfehlung

Problem/Erläuterung:


Aufnahme eines Patienten zur Polysomnografie mit Verdacht auf Schlafapnoesyndrom (SAS) bei auffälligem ambulanten Screening-Test, der wegen Tagesmüdigkeit und Schnarchen mit Aussetzern veranlasst wurde. Ein obstruktives SAS bestätigt sich. Es erfolgt die Einstellung auf nasales CPAP. Zusätzlich wird ein Restless-legs-Syndrom (RLS) diagnostiziert und medikamentös behandelt. Zur Therapiekontrolle wird eine zusätzliche Polysomnografie durchgeführt. Was ist die Hauptdiagnose? Was ist Nebendiagnose?


Kodierempfehlung:


Hauptdiagnose ist G47.31 Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom, da Anlass der stationären Diagnostik der Verdacht auf ein SAS war, welches sich bestätigt hat und therapiert wurde. Für die Symptomatik, die zur Aufnahme geführt hat, wurde die zugrunde liegende Krankheit diagnostiziert. Die Nebendiagnose G25.81 Syndrom der unruhigen Beine [Restless-legs-Syndrom] liegt gleichzeitig vor und erfüllt die Nebendiagnosendefinition.