Nr. 104 Duodenum, Perforation, Darmnaht

VerwendungKodierempfehlung — die abgestimmte Auffassung der Sozialmedizinischen Expertengruppe 4 der Medizinischen Dienste. Sie ist keine Rechtsnorm: verbindlich sind die Klassifikationen und die Deutschen Kodierrichtlinien, die der Empfehlung vorgehen.
OPS:5-467.0
  • 5-467.0 Andere Rekonstruktion des Darmes: Naht (nach Verletzung)
FoKA: KonsensPosition des Fachausschusses für ordnungsgemäße Kodierung und Abrechnung der DGfM. FoKA-Wiki ↗
Im Text erwähnt5-467.00
2026-01-01Zuletzt überarbeitet (erstmals veröffentlicht 2006-08-29). SEG-4 arbeitet einzelne Empfehlungen über Jahre fort — der Stand sagt, wie aktuell diese Auffassung ist.
GeändertSeit dem Abruf vom 12.02.2026 neu datiert (turnusmäßige Überprüfung, Wortlaut unverändert).
QuelleDatenbank der SEG-4-Kodierempfehlungen des Medizinischen Dienstes, Nr. 104, abgerufen am 25.09.2026.

Wortlaut der Empfehlung

Problem/Erläuterung:


Es besteht eine gedeckte Perforation des Duodenums mit der Gallenblase auf Grund einer Durchwanderung eines Gallensteines. Nach Entfernen der Gallenblase besteht weiterhin ein Duodenaldefekt. Laut OP-Bericht erfolgten ein Anfrischen der Perforationsränder und ein Verschluss des Duodenums durch Naht. Mit welchem OPS-Kode ist die Naht zu kodieren. Entspricht dieser Status im weiteren Sinne einer "Verletzung" des Darmes und wäre somit 5-467.0 Andere Rekonstruktion des Darmes, Naht (nach Verletzung) zu kodieren?


Kodierempfehlung:


Der Prozedurenschlüssel 5-467.00 Andere Rekonstruktion des Darmes, Naht (nach Verletzung), Duodenum ist zu verwenden.


Begründung:

Der Zusatz "nach Verletzung" ist in Klammern angegeben. Dies bedeutet, dass der Prozedurenschlüssel sowohl für die Naht nach Verletzung als auch für die Naht aus einem anderen Grunde zu verwenden ist.