DRGSystemDeutschland

Nr. 100Adhäsionen, peritoneal

Verwendung
Kodierempfehlung — die abgestimmte Auffassung der Sozialmedizinischen Expertengruppe 4 der Medizinischen Dienste. Sie ist keine Rechtsnorm: verbindlich sind die Klassifikationen und die Deutschen Kodierrichtlinien, die der Empfehlung vorgehen.
  • K66.0 Peritoneale Adhäsionen
  • N73.6 Peritoneale Adhäsionen im weiblichen Becken
  • N99.4 Peritoneale Adhäsionen im Becken nach medizinischen Maßnahmen
2025-01-01
Zuletzt überarbeitet (erstmals veröffentlicht 2006-11-23). SEG-4 arbeitet einzelne Empfehlungen über Jahre fort — der Stand sagt, wie aktuell diese Auffassung ist.

Wortlaut der Empfehlung

Problem/Erläuterung:


Wie werden peritoneale Adhäsionen verschlüsselt?


Kodierempfehlung:


Die genaue Lokalisation ist zu prüfen, nach Voroperationen ist zu fragen.


Definitionsgemäß umfasst die Diagnose K66.0 Peritoneale Adhäsionen Adhäsionen im Bauchraum, z. B. auch im männlichen Becken, ausdrücklich jedoch nicht im Bereich des weiblichen Beckens, da hierfür der eigene Kode N73.6 Peritoneale Adhäsionen im weiblichen Becken besteht.


Bei Frauen werden Adhäsionen außerhalb des Beckens mit K66.0 kodiert. Liegen darüber hinaus aufwandsrelevante Adhäsionen im weiblichen Becken vor, kann zusätzlich N73.6 kodiert werden.


Hinweis:

N73.6 bezeichnet peritoneale Adhäsionen im weiblichen Becken, mit dem Exkl.: Peritoneale Adhäsionen im Becken nach medizinischen Maßnahmen (N99.4).


Für peritoneale Adhäsionen im Becken nach medizinischen Maßnahmen (also z. B. auch postoperativ) steht mit N99.4 ein weiterer Kode zur Verfügung, der für alle Geschlechter gilt.