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Regeln außerhalb des Katalogs

Was für die Kodierung gilt, steht nicht nur in ICD und OPS: Schlichtungsentscheidungen, Kodierrichtlinien, Kodierfragen des BfArM, Empfehlungen der Medizinischen Dienste und Urteile. Hier stehen sie zusammen, das jüngste zuerst — jede Zeile mit Datum, Geltung und Link zur Quelle.

12 Ereignisse

BfArM-FAQVerwendung von Suprathel®11.11.2021
seit Jahrgang 2017

Welche Kodebereiche können für die Verwendung von Suprathel® angegeben werden?

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seit OPS 2017

Für die Kodierung der Verwendung von Suprathel® zur temporären Weichteildeckung sind die Kodebereiche 5-916.b und 5-916.c (Temporäre Weichteildeckung, durch hydrolytisch resorbierbare Membran, kleinflächig/großflächig) zu verwenden; ausgenommen ist die Kodierung der temporären Weichteildeckung bei Verbrennungen und Verätzungen.

Bis zum OPS 2016 konnten für die Verwendung von Suprathel® die Kodebereiche 5-916.2 und 5-916.7 (Temporäre Weichteildeckung, durch alloplastisches Material, kleinflächig/großflächig) angegeben werden; ausgenommen war die Kodierung der temporären Weichteildeckung bei Verbrennungen und Verätzungen.

Zur temporären Weichteildeckung bei Verbrennungen und Verätzungen sind ab der Version 2014 die Kodebereiche 5-923.a und 5-923.b (Temporäre Weichteildeckung bei Verbrennungen und Verätzungen, durch hydrolytisch resorbierbare Membran, kleinflächig/großflächig) anzuwenden, siehe hierzu auch die Kodierfrage OPS-5008.

BfArM-FAQTestung auf SARS-CoV-2 ohne Infektionsverdacht25.05.2020
seit Jahrgang 2020

Ist U07.2! bei Personen zu kodieren, bei denen kein Verdacht auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 besteht, jedoch ein Test auf SARS-CoV-2 durchgeführt wurde, welcher negativ ausfällt?

ICD-10-GM 2020

Nein, U07.2! COVID-19, Virus nicht nachgewiesen kann in diesem Fall nicht verwendet werden, da kein Verdacht auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 vorliegt. In diesem Fall ist Z11 Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf infektiöse und parasitäre Krankheiten zusammen mit U99.0! Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf SARS-CoV-2 zu kodieren.

Zur Kodierung von Verdachtsfällen siehe Kodierfrage GM-1018.

BfArM-FAQOsteomyelitis nach medizinischen Maßnahmen09.12.2015
seit Jahrgang 2016

Wie ist eine Osteomyelitis (Osteitis) nach medizinischen Maßnahmen zu kodieren?

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seit ICD-10-GM 2016

Eine Osteomyelitis (Osteitis) nach medizinischen Maßnahmen ist mit einer Schlüsselnummer aus M86.- "Osteomyelitis" zu verschlüsseln. Dies gilt trotz des übergeordneten Exklusivums "Osteopathien nach medizinischen Maßnahmen (M96.-)" unter "Sonstige Osteopathien" (M86-M90). Mit M86.- ist eine spezifische Kodierung sowohl des Zustands als auch der Lokalisation möglich.

ICD-10-SGB-V 1.3 - ICD-10-GM 2015

Wie ist eine Osteomyelitis (Osteitis) nach Osteosynthese zu kodieren?

Eine Osteomyelitis (Osteitis) nach Osteosynthese ist mit einer Schlüsselnummer aus M86.- "Osteomyelitis" zu verschlüsseln. Dies gilt trotz des übergeordneten Exklusivums "Osteopathien nach medizinischen Maßnahmen (M96.-)" unter "Sonstige Osteopathien" (M86-M90). Mit M86.- ist eine spezifische Kodierung sowohl des Zustands als auch der Lokalisation möglich.

BfArM-FAQArt der In-vitro-Aufbereitung hämatopoetischer Stammzellen09.12.2015
seit Jahrgang 2015

Wie sind die Kodes unter 5-410.2 und unter 5-411.7 (bis OPS 2024) anzuwenden? Wo liegt der Unterschied (bis OPS 2024)?

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BfArM-FAQVerwendung von "Suprathel®" bei Verbrennungen und Verätzungen18.12.2013
seit Jahrgang 2012

Können die Kodebereiche 5-923.2 und 5-923.7 für die Verwendung von "Suprathel®" bei Verbrennungen und Verätzungen angegeben werden?

seit OPS 2012

Ja, bis zur OPS-Version 2013 können die Kodebereiche 5-923.2 und 5-923.7 (Temporäre Weichteildeckung bei Verbrennungen und Verätzungen*, durch alloplastisches Material, kleinflächig/großflächig) für die Verwendung von "Suprathel®" angegeben werden. Ab der OPS-Version 2014 gibt es hierfür die neuen Kodebereiche 5-923.a und 5-923.b.

*Der Satzteil „bei Verbrennungen und Verätzungen“ wurde zur Abgrenzung von der Kodierfrage OPS-5010 eingefügt.

BfArM-FAQUnterschied Ulzeration und Gangrän bei pAVK07.05.2013
seit Jahrgang 2015

Worin besteht der Unterschied zwischen einer Ulzeration und einer Gangrän bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit der Extremitäten (pAVK) im Sinne der Kodes I70.2- ?

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seit ICD-10-GM 2015

Für die Version 2015 wurde die Kategorie 'I70.2- Atherosklerose der Extremitätenarterien' neu strukturiert. Eine Neubelegung bisher schon vorhandener Schlüsselnummern ließ sich dabei nicht vermeiden. Die unten aufgeführten Definitionen für Ulzeration und Gangrän gelten unverändert weiter, beziehen sich aber ab der ICD-10-GM 2015 auf die Schlüsselnummern 'I70.24 Becken-Bein-Typ, mit Ulzeration' und 'I70.25 Becken-Bein-Typ, mit Gangrän'.

ICD-10-GM 2013 - ICD-10-GM 2014

Auf Antrag der beteiligten Fachgesellschaften (s.u.) gelten in Abstimmung mit der AG ICD des KKG die folgenden Definitionen in der ICD-10-GM 2013 bei der Verwendung der Schlüsselnummern I70.23 und I70.24:

  • Ulzeration (I70.23): Hierbei handelt es sich um einen auf Haut (Kutis) und Unterhaut (Subkutis) begrenzten Substanzdefekt.

Gangrän (I70.24): Hierbei handelt es sich um eine Nekrose mit Autolyse und Verfärbung des Gewebes. Es werden zwei Formen der Gangrän unterschieden:

  • Trockene Gangrän: Nekrose mit Eintrocknen und Schrumpfen des Gewebes in Folge von Wasserverlust. Hierunter werden auch das Ulkus, das Haut (Kutis) und Unterhaut (Subkutis) überschreitet, sowie exulzerierte Nekrosen gefasst.
  • Feuchte Gangrän: Nekrose mit Verflüssigung des Gewebes infolge bakterieller Stoffwechseltätigkeit.

Vertreter folgender Fachgesellschaften waren beteiligt:

  • Deutsche Gesellschaft für Angiologie (DGA): Herr C. Fahrig, Berlin
  • Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG): Prof. Dr. A. Billing, Offenbach
  • Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG): Prof. Dr. R. Rompel, Kassel
  • Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH): Dr. R. Bartkowski, Berlin
  • Deutsche Gesellschaft für Wundheilung und Wundbehandlung e.V.: Dr. R. Bartkowski, Berlin
BfArM-FAQKnöcherner Defekt im Zusammenhang mit den Kodes 5-829.k bzw. 5-829.m01.01.2013
seit Jahrgang 2013

Was ist im Zusammenhang mit dem OPS-Kode 5-829.k bzw. 5-829.m unter einem knöchernen Defekt zu verstehen?

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seit OPS 2013

Als knöcherner Defekt gilt jede angeborene und/oder krankheitsbedingt, traumatisch, postoperativ/posttraumatisch entstandene Lücke in der Kontinuität eines Knochens im Vergleich zu einem anatomisch altersentsprechend normalen Knochen, die ausgeglichen und/oder überbrückt werden muss. Das geschieht, um eine normale längen-, winkel- und achsengerechte Wiederherstellung des Knochens - und damit der Gelenkfunktion - so genau wie möglich zu gewährleisten.

Dies kann z.B. vorkommen bei:

  • Versorgung von Mehrfragmentfrakturen
  • Versorgung von Knochentumoren
  • primärer Implantation einer Endoprothese bei ausgeprägten Deformitäten (z.B. Hüftdysplasie, Varus-/Valgusfehlstellung)
  • Wechseloperationen

Kein knöcherner Defekt im o.g. Sinne liegt vor bei:

  • alleinigem Vorhandensein einer Arthrose
  • alleinigem Vorhandensein von Geröllzysten an der zu versorgenden Gelenkstruktur
  • alleiniger Osteoporose ohne pathologische Fraktur (M81.-)
  • operationsbedingter Resektion eines gelenktragenden Knochenanteils

Wenn z.B. bei einem knöchernen Defekt im Pfannenbereich eine Standardpfanne und ein modularer Schaft implantiert werden, ist die Voraussetzung für den OPS-Kode 5-829.k bzw. 5-829.m nicht erfüllt. Der knöcherne Defekt muss immer an der knöchernen Struktur lokalisiert sein, an der der modulare Teil der Prothese implantiert wird. Auch bei der Implantation von patientenindividuell hergestellten (bis 2021 "patientenindividuell angefertigten") Implantaten muss ein knöcherner Defekt (siehe Absatz 1) oder eine angeborene oder erworbene Deformität vorliegen (z.B. Deformierungen bei Osteogenesis imperfecta). Das alleinige Vorhandensein einer Arthrose gilt nicht als erworbene Deformität im o.g. Sinne.

BfArM-FAQArthrodese17.07.2012
seit Jahrgang 2018

Beinhaltet der OPS-Kode 5-808 Offen chirurgische Arthrodese auch eine eventuelle Korrektur der Achse und Aufarbeitung des Gelenks?

seit OPS 2018

Ja, der OPS-Kode 5-808 Offen chirurgische Arthrodese beinhaltet die Versteifung des Gelenks inklusive Korrektur der Achsenstellung durch (Keil-)Resektion und/oder (Keil-)Osteotomie der Gelenkflächenanteile. Eine Anfrischung der gelenkseitigen Knochenpartner z.B. in Form von Bohrungen wird nicht gesondert kodiert.

OPS Version 2012 - OPS Version 2017

Beinhaltet der OPS-Kode 5-808 Arthrodese auch eine eventuelle Korrektur der Achse und Aufarbeitung des Gelenks?

Ja, der OPS-Kode 5-808 Arthrodese beinhaltet die Versteifung des Gelenks inklusive Korrektur der Achsenstellung durch (Keil-)Resektion und/oder (Keil-)Osteotomie der Gelenkflächenanteile. Eine Anfrischung der gelenkseitigen Knochenpartner z.B. in Form von Bohrungen wird nicht gesondert kodiert.

BfArM-FAQKnöcherner Defekt im Zusammenhang mit den Kodes 5-829.d25.05.2012
seit Jahrgang 2012

Was ist im Zusammenhang mit dem OPS-Kode 5-829.d unter einem knöchernen Defekt zu verstehen?

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OPS 2012

Als knöcherner Defekt gilt jede angeborene und/oder krankheitsbedingt, traumatisch, postoperativ/posttraumatisch entstandene Lücke in der Kontinuität eines Knochens im Vergleich zu einem anatomisch altersentsprechend normalen Knochen, die ausgeglichen und/oder überbrückt werden muss. Das geschieht, um eine normale längen-, winkel- und achsengerechte Wiederherstellung des Knochens - und damit der Gelenkfunktion - so genau wie möglich zu gewährleisten.

Dies kann z.B. vorkommen bei:

  • Versorgung von Mehrfragmentfrakturen
  • Versorgung von Knochentumoren
  • primärer Implantation einer Endoprothese bei ausgeprägten Deformitäten (z.B. Hüftdysplasie, Varus-/Valgusfehlstellung)
  • Wechseloperationen

Kein knöcherner Defekt im o.g. Sinne liegt vor bei:

  • alleinigem Vorhandensein einer Arthrose
  • alleinigem Vorhandensein von Geröllzysten an der zu versorgenden Gelenkstruktur
  • alleiniger Osteoporose ohne pathologische Fraktur (M81.-)
  • operationsbedingter Resektion eines gelenktragenden Knochenanteils

Wenn z.B. bei einem knöchernen Defekt im Pfannenbereich eine Standardpfanne und ein modularer Schaft implantiert werden, ist die Voraussetzung für den OPS-Kode 5-829.d nicht erfüllt. Der knöcherne Defekt muss immer an der knöchernen Struktur lokalisiert sein, an der der modulare Teil der Prothese implantiert wird.

Auch bei der Implantation von patientenindividuell angefertigten Implantaten muss ein knöcherner Defekt (siehe Absatz 1) oder eine angeborene oder erworbene Deformität vorliegen (z.B. Deformierungen bei Osteogenesis imperfecta). Das alleinige Vorhandensein einer Arthrose gilt nicht als erworbene Deformität im o.g. Sinne.

Was versteht man im Zusammenhang mit dem OPS-Kode 5-829.d unter den drei oder mehr metallischen Einzelteilen an mindestens einer gelenkbildenden Komponente? (OPS Nr. 5004)

Ist zur Kodierung des OPS-Kodes 5-829.d immer ein Wechsel der kompletten Prothese erforderlich? (OPS Nr. 5005)

BfArM-FAQDrei oder mehr metallische Einzelteile an mindestens einer gelenkbildenden Komponente25.05.2012
seit Jahrgang 2012

Was versteht man im Zusammenhang mit dem OPS-Kode 5-829.d unter den drei oder mehr metallischen Einzelteilen an mindestens einer gelenkbildenden Komponente?

OPS 2012

Eine gelenkbildende Implantatkomponente muss aus mindestens 3 metallischen Einzelbauteilen bestehen, die in ihrer Kombination die mechanische Bauteilsicherheit des modularen Teils der Prothese gewährleisten.

Was ist im Zusammenhang mit dem OPS-Kode 5-829.d unter einem knöchernen Defekt zu verstehen? (OPS Nr. 5003)

BfArM-FAQWechsel einer modularen Endoprothese25.05.2012
seit Jahrgang 2012

Ist zur Kodierung des OPS-Kodes 5-829.d immer ein Wechsel der kompletten Prothese erforderlich?

OPS 2012

Nein, Voraussetzung zur Kodierung bei einem Teilwechsel ist aber der Wechsel einer vollständigen gelenkbildenden Komponente einschließlich aller ihrer Einzelbauteile.

Was ist im Zusammenhang mit dem OPS-Kode 5-829.d unter einem knöchernen Defekt zu verstehen? (OPS Nr. 5003)

Was versteht man im Zusammenhang mit dem OPS-Kode 5-829.d unter den drei oder mehr metallischen Einzelteilen an mindestens einer gelenkbildenden Komponente? (OPS Nr. 5004)

BfArM-FAQImplantation einer Wachstumsendoprothese01.01.2008
seit Jahrgang 2008

Wie wird die Implantation einer Wachstumsendoprothese kodiert?

seit OPS 2008

Die Implantation einer Wachstumsendoprothese wird mit einer Kombination aus den folgenden Kodes abgebildet:

5-820.2- … Sonderprothese für das Hüftgelenk oder 5-822.9- … Sonderprothese für das Kniegelenk (ist sicher der häufigste Fall)

und

5-786.j- (seit Version 2026 5-93b.d-) … Osteosynthese durch ein internes Verlängerungs- und Knochentransportsystem.

Zusätzlich kann auch noch der Zusatzkode für die Tumorendoprothese angegeben werden (5-829.c), wenn die dort angegebenen Bedingungen erfüllt sind.