Ein 13-jähriger Junge wird mit seit zwei Stunden bestehenden starken Schmerzen im linken Hoden aufgenommen. Der Hoden steht hoch, der Kremasterreflex fehlt; die Durchblutung lässt sich sonographisch nicht sicher beurteilen. Unter dem Verdacht auf eine Hodentorsion links wird er sofort zur operativen Freilegung in die Kinderurologie eines anderen Krankenhauses verlegt. Eine Woche später trifft dessen Bericht ein: Intraoperativ fand sich eine Hydatidentorsion, der Hoden selbst war nicht verdreht.