Eine 84-jährige Patientin wird mit Fieber bis 38,6 °C, Husten und einem CRP von 95 mg/l unter dem Verdacht auf eine Pneumonie aufgenommen. Das Röntgenbild des Thorax zeigt rechts basal eine fragliche Verschattung, die von den Radiologen weder als Infiltrat gesichert noch ausgeschlossen wird; ein Erreger wird nicht nachgewiesen. Die Patientin erhält drei Tage Ceftriaxon intravenös, danach orales Amoxicillin für insgesamt sieben Tage. Fieber und Husten klingen ab, die Patientin wird nach Hause entlassen. Im Entlassungsbericht steht die Pneumonie weiterhin als Verdachtsdiagnose, weder bestätigt noch ausgeschlossen.