G82.3- Schlaffe Tetraparese und Tetraplegie

ICD-10-GM 2027Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): nicht zur Verschlüsselung zugelassen · ambulant (§ 295 SGB V): Primärkode zulässig
Ambulant 4-stelligIn der stationären Versorgung (§ 301 SGB V) ist die endständige Schlüsselnummer anzugeben — dieser Kode selbst ist dort nicht kodierbar, sondern einer seiner Subkodes. In der ambulanten Versorgung (§ 295 SGB V) kann auf die fünfte Stelle verzichtet werden: in der hausärztlichen Versorgung, im organisierten Notfalldienst und in der fachärztlichen Versorgung für Diagnosen außerhalb des Fachgebietes.
Morbi-RSA’26Inkomplette Quadriplegie / Arterielle Kompressionssyndrome des Rückenmarks — Zuordnung im morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.
⚖ Regellage2 verbindliche Regeln · 2 SEG-4-Empfehlungen · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs

Regeln außerhalb des Katalogs4

gilt über G82.-

Zur Kodierung einer traumatischen Tetraplegie/Paraplegie siehe DKR 1910 Verletzung des Rückenmarks (Seite 169).

gilt über G82.-

Die akute Phase – unmittelbar posttraumatisch

gilt über G82.-FoKA: Konsens

Stationäre Aufnahme akut mit Massenprolaps L4/5. Klinisch neben Schmerzexacerbation hochgradige Fußheberparesen bds. KG1/5, Taubheitsgefühl. Sofortige operative Therapie des Bandscheibenvorfalls. Kann zusätzlich zu den Diagnosen M51.

gilt über G82.-FoKA: Konsens

Aufnahme mit linksseitiger Hemiparese bei Verdacht auf Hirninfarkt. Bei Aufnahme leichte Sprechstörung und leichte Hemiparese links. In der Bildgebung Nachweis von multiplen frischen rechts cerebralen Ischämien. Es erfolgt eine Schlaganfallkomplexbehandlung.

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes5

G82.30 Akute komplette Querschnittlähmung nichttraumatischer GeneseCCL:234’26Morbi-RSA’26⚖ 4
G82.31 Akute inkomplette Querschnittlähmung nichttraumatischer GeneseCCL:234’26Morbi-RSA’26⚖ 4
G82.32 Chronische komplette QuerschnittlähmungCCL:1234’26Morbi-RSA’26⚖ 4
G82.33 Chronische inkomplette QuerschnittlähmungCCL:1234’26Morbi-RSA’26⚖ 4
G82.39 Nicht näher bezeichnetCCL:123’26Morbi-RSA’26⚖ 4

Diagnosehäufigkeit

585 Fälle · 58 % Männer · Gipfel 65 bis unter 70 Jahre · 45 % Neurologie’24

Rang 2181 von 7.648 auf derselben Katalogebene · 0,003 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Fälle ab etwa 68 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr1100,17 %10,0
1 bis unter 5 Jahre2200,34 %136,0
5 bis unter 10 Jahre6241,0 %100,6
10 bis unter 15 Jahre8621,4 %54,1
15 bis unter 18 Jahre6331,0 %43,8
18 bis unter 20 Jahre1100,17 %42,5
20 bis unter 25 Jahre13762,2 %15,9
25 bis unter 30 Jahre9361,5 %16,6
30 bis unter 35 Jahre161152,7 %27,4
35 bis unter 40 Jahre14682,4 %32,7
40 bis unter 45 Jahre196133,2 %26,9
45 bis unter 50 Jahre2915145,0 %36,0
50 bis unter 55 Jahre3017135,1 %45,8
55 bis unter 60 Jahre4227157,2 %33,0
60 bis unter 65 Jahre5632249,6 %38,4
65 bis unter 70 Jahre77433413 %34,3
70 bis unter 75 Jahre72452712 %37,0
75 bis unter 80 Jahre72462612 %30,9
80 bis unter 85 Jahre73452812 %36,7
85 bis unter 90 Jahre3321125,6 %31,6
90 bis unter 95 Jahre6331,0 %11,7
ab 95 Jahren000–18,0

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Behandelnde Fachabteilung’23

6.300 Fälle

Vor allem Neurologie und Orthopädie (45 % und 22 %)

  • Neurologie45 %2.852
  • Orthopädie22 %1.408
  • Sonstige Fachabteilung12 %758
  • Neurochirurgie8,1 %508
  • Innere Medizin3,3 %211
  • Übrige 21 Abteilungen8,9 %563
▸ Übrige einzeln
  • Unfallchirurgie2,5 %159
  • Pädiatrie2,3 %145
  • Chirurgie1,6 %99
  • Geriatrie0,86 %54
  • Intensivmedizin0,57 %36
  • Gastroenterologie0,16 %10
  • Pneumologie0,16 %10
  • Kardiologie0,14 %9
  • Hämatologie und internistische Onkologie0,11 %7
  • Kinderchirurgie0,11 %7
  • Nephrologie0,095 %6
  • Urologie0,095 %6
  • Plastische Chirurgie0,079 %5
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,032 %2
  • Strahlenheilkunde0,032 %2
  • Dermatologie0,016 %1
  • Endokrinologie0,016 %1
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,016 %1
  • Geburtshilfe0,016 %1
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,016 %1
  • Rheumatologie0,016 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Der Bericht teilt nur bis zum Dreisteller auf; die Verteilung gehört zu G82.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Schlaffe Tetraparese und Tetraplegie

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2027 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte