ICD-10-GM 2023

Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten

F00...F99Kapitel 05. Psychische und Verhaltensstörungen

F40...F48Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen

F42.-Zwangsstörung
Definition:

Wesentliche Kennzeichen sind wiederkehrende Zwangsgedanken und Zwangshandlungen. Zwangsgedanken sind Ideen, Vorstellungen oder Impulse, die den Patienten immer wieder stereotyp beschäftigen. Sie sind fast immer quälend, der Patient versucht häufig erfolglos, Widerstand zu leisten. Die Gedanken werden als zur eigenen Person gehörig erlebt, selbst wenn sie als unwillkürlich und häufig abstoßend empfunden werden. Zwangshandlungen oder -rituale sind Stereotypien, die ständig wiederholt werden. Sie werden weder als angenehm empfunden, noch dienen sie dazu, an sich nützliche Aufgaben zu erfüllen. Der Patient erlebt sie oft als Vorbeugung gegen ein objektiv unwahrscheinliches Ereignis, das ihm Schaden bringen oder bei dem er selbst Unheil anrichten könnte. Im Allgemeinen wird dieses Verhalten als sinnlos und ineffektiv erlebt, es wird immer wieder versucht, dagegen anzugehen. Angst ist meist ständig vorhanden. Werden Zwangshandlungen unterdrückt, verstärkt sich die Angst deutlich.

Inklusive:

Anankastische Neurose

Zwangsneurose

Exklusive:

Zwangspersönlichkeit(sstörung)F60.5

F42.0Vorwiegend Zwangsgedanken oder Grübelzwang
F42.1Vorwiegend Zwangshandlungen [Zwangsrituale]
F42.2Zwangsgedanken und -handlungen, gemischt
F42.8Sonstige Zwangsstörungen
F42.9Zwangsstörung, nicht näher bezeichnet
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