Der Grad der Unterernährung wird gewöhnlich mittels des Gewichtes ermittelt und in Standardabweichungen vom Mittelwert der entsprechenden Bezugspopulation dargestellt. Liegen eine oder mehrere vorausgegangene Messungen vor, so ist eine fehlende Gewichtszunahme bei Kindern bzw. eine Gewichtsabnahme bei Kindern oder Erwachsenen in der Regel ein Anzeichen für eine Mangelernährung.
Liegt nur eine Messung vor, so stützt sich die Diagnose auf Annahmen und ist ohne weitere klinische Befunde oder Laborergebnisse nicht endgültig. In jenen außergewöhnlichen Fällen, bei denen kein Gewichtswert vorliegt, sollte man sich auf klinische Befunde verlassen. Bei Gewichtswerten unterhalb des Mittelwertes der Bezugspopulation besteht mit hoher Wahrscheinlichkeit dann eine erhebliche Unterernährung, wenn der Messwert 3 oder mehr Standardabweichungen unter dem Mittelwert der Bezugspopulation liegt; mit hoher Wahrscheinlichkeit eine mäßige Unterernährung, wenn der Messwert zwischen 2 und weniger als 3 Standardabweichungen unter diesem Mittelwert liegt, und mit hoher Wahrscheinlichkeit eine leichte Unterernährung, wenn der Messwert zwischen 1 und weniger als 2 Standardabweichungen unter diesem Mittelwert liegt.
Alimentäre Anämien D50-D53
Folgen der Energie- und Eiweißmangelernährung E64.0
Hungertod T73.0
Intestinale Malabsorption K90.-
Kachexie infolge HIV-Krankheit [Slim disease] B22
Zusammengezählt über alle Kodes unter E40-E46.
Rang 206 von 227 auf derselben Katalogebene · 0,007 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 60, der Frauen ab etwa 66 Jahren
| Altersgruppe | Fälle | Männer | Frauen | Anteil | ⌀ Tage |
|---|---|---|---|---|---|
| unter 1 Jahr | 76 | 48 | 28 | 5,9 % | 6,4 |
| 1 bis unter 5 Jahre | 104 | 56 | 48 | 8,1 % | 6,0 |
| 5 bis unter 10 Jahre | 61 | 32 | 29 | 4,7 % | 5,5 |
| 10 bis unter 15 Jahre | 52 | 22 | 30 | 4,0 % | 7,1 |
| 15 bis unter 18 Jahre | 32 | 17 | 15 | 2,5 % | 11,0 |
| 18 bis unter 20 Jahre | 10 | 6 | 4 | 0,78 % | 14,5 |
| 20 bis unter 25 Jahre | 27 | 8 | 19 | 2,1 % | 10,8 |
| 25 bis unter 30 Jahre | 15 | 6 | 9 | 1,2 % | 11,0 |
| 30 bis unter 35 Jahre | 16 | 4 | 12 | 1,2 % | 6,6 |
| 35 bis unter 40 Jahre | 26 | 12 | 14 | 2,0 % | 13,1 |
| 40 bis unter 45 Jahre | 28 | 11 | 17 | 2,2 % | 9,5 |
| 45 bis unter 50 Jahre | 29 | 11 | 18 | 2,3 % | 12,1 |
| 50 bis unter 55 Jahre | 39 | 11 | 28 | 3,0 % | 11,8 |
| 55 bis unter 60 Jahre | 68 | 35 | 33 | 5,3 % | 11,4 |
| 60 bis unter 65 Jahre | 85 | 39 | 46 | 6,6 % | 13,4 |
| 65 bis unter 70 Jahre | 106 | 49 | 57 | 8,2 % | 12,3 |
| 70 bis unter 75 Jahre | 118 | 52 | 66 | 9,2 % | 11,7 |
| 75 bis unter 80 Jahre | 111 | 35 | 76 | 8,6 % | 11,7 |
| 80 bis unter 85 Jahre | 140 | 57 | 83 | 11 % | 10,5 |
| 85 bis unter 90 Jahre | 91 | 27 | 64 | 7,1 % | 11,2 |
| 90 bis unter 95 Jahre | 42 | 15 | 27 | 3,3 % | 13,4 |
| ab 95 Jahren | 9 | 4 | 5 | 0,70 % | 6,8 |
Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.
Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 6,0 Tagen (1 bis unter 5 Jahre) und ⌀ 13,4 Tagen (60 bis unter 65 Jahre).
Vor allem Innere Medizin und Pädiatrie (44 % und 24 %)
Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Zusammengezählt über alle Dreisteller unter E40-E46.
Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte
Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2026 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.
Quelle: ICD-10-GM, Version 2026 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte