E40-E46 Mangelernährung

ICD-10-GM 2027Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten — amtlicher Diagnoseschlüssel in Deutschland.
§ 301 · § 295Nicht endständig — zur Verschlüsselung einen Subkode wählen · stationär (§ 301 SGB V): – · ambulant (§ 295 SGB V): –
⚖ Regellage1 SEG-4-Empfehlung · zuletzt 01.01.2026 — Regeln außerhalb des Katalogs
Hinweis:

Der Grad der Unterernährung wird gewöhnlich mittels des Gewichtes ermittelt und in Standardabweichungen vom Mittelwert der entsprechenden Bezugspopulation dargestellt. Liegen eine oder mehrere vorausgegangene Messungen vor, so ist eine fehlende Gewichtszunahme bei Kindern bzw. eine Gewichtsabnahme bei Kindern oder Erwachsenen in der Regel ein Anzeichen für eine Mangelernährung.

Liegt nur eine Messung vor, so stützt sich die Diagnose auf Annahmen und ist ohne weitere klinische Befunde oder Laborergebnisse nicht endgültig. In jenen außergewöhnlichen Fällen, bei denen kein Gewichtswert vorliegt, sollte man sich auf klinische Befunde verlassen. Bei Gewichtswerten unterhalb des Mittelwertes der Bezugspopulation besteht mit hoher Wahrscheinlichkeit dann eine erhebliche Unterernährung, wenn der Messwert 3 oder mehr Standardabweichungen unter dem Mittelwert der Bezugspopulation liegt; mit hoher Wahrscheinlichkeit eine mäßige Unterernährung, wenn der Messwert zwischen 2 und weniger als 3 Standardabweichungen unter diesem Mittelwert liegt, und mit hoher Wahrscheinlichkeit eine leichte Unterernährung, wenn der Messwert zwischen 1 und weniger als 2 Standardabweichungen unter diesem Mittelwert liegt.

Exklusive:

Alimentäre Anämien D50-D53

Folgen der Energie- und Eiweißmangelernährung E64.0

Hungertod T73.0

Intestinale Malabsorption K90.-

Kachexie infolge HIV-Krankheit [Slim disease] B22

Regeln außerhalb des Katalogs1

Bei stationär behandelten Patienten mit Diabetes mellitus wird u. a. eine Ernährungsberatung (Diätassistentin) durchgeführt. Ein Ernährungsproblem der Patienten wird nicht beschrieben.

Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.

Subkodes7

E40 KwashiorkorCCL:234’26SeltenMorbi-RSA’26
E41 Alimentärer MarasmusCCL:1234’26Morbi-RSA’26
E42 Kwashiorkor-MarasmusCCL:234’26SeltenMorbi-RSA’26
E43 Nicht näher bezeichnete erhebliche Energie- und EiweißmangelernährungCCL:123’26Morbi-RSA’26⚖ 4
E44.- Energie- und Eiweißmangelernährung mäßigen und leichten Grades⚖ 1
E45 Entwicklungsverzögerung durch Energie- und EiweißmangelernährungCCL:1234’26Morbi-RSA’26
E46 Nicht näher bezeichnete Energie- und EiweißmangelernährungMorbi-RSA’26⚖ 1

Diagnosehäufigkeit

1.285 Fälle · 57 % Frauen · Gipfel 80 bis unter 85 Jahre · 44 % Innere Medizin’24

Zusammengezählt über alle Kodes unter E40-E46.

Rang 206 von 227 auf derselben Katalogebene · 0,007 % aller Krankenhausfälle · Hälfte der Männer ab etwa 60, der Frauen ab etwa 66 Jahren

Alter der Patientinnen und PatientenAnteil der Fälle
Jahre
▸ Zahlen je Altersgruppe
AltersgruppeFälleMännerFrauenAnteil⌀ Tage
unter 1 Jahr7648285,9 %6,4
1 bis unter 5 Jahre10456488,1 %6,0
5 bis unter 10 Jahre6132294,7 %5,5
10 bis unter 15 Jahre5222304,0 %7,1
15 bis unter 18 Jahre3217152,5 %11,0
18 bis unter 20 Jahre10640,78 %14,5
20 bis unter 25 Jahre278192,1 %10,8
25 bis unter 30 Jahre15691,2 %11,0
30 bis unter 35 Jahre164121,2 %6,6
35 bis unter 40 Jahre2612142,0 %13,1
40 bis unter 45 Jahre2811172,2 %9,5
45 bis unter 50 Jahre2911182,3 %12,1
50 bis unter 55 Jahre3911283,0 %11,8
55 bis unter 60 Jahre6835335,3 %11,4
60 bis unter 65 Jahre8539466,6 %13,4
65 bis unter 70 Jahre10649578,2 %12,3
70 bis unter 75 Jahre11852669,2 %11,7
75 bis unter 80 Jahre11135768,6 %11,7
80 bis unter 85 Jahre140578311 %10,5
85 bis unter 90 Jahre9127647,1 %11,2
90 bis unter 95 Jahre4215273,3 %13,4
ab 95 Jahren9450,70 %6,8

Fälle aus dem Datenjahr 2024, Verweildauer aus 2023 — die amtliche Statistik weist die Belegungstage seit 2024 nicht mehr aus.

Verweildauer nach Alter: zwischen ⌀ 6,0 Tagen (1 bis unter 5 Jahre) und ⌀ 13,4 Tagen (60 bis unter 65 Jahre).

Behandelnde Fachabteilung’23

1.361 Fälle

Vor allem Innere Medizin und Pädiatrie (44 % und 24 %)

  • Innere Medizin44 %604
  • Pädiatrie24 %332
  • Gastroenterologie12 %162
  • Geriatrie6,1 %83
  • Chirurgie4,7 %64
  • Übrige 17 Abteilungen8,5 %116
▸ Übrige einzeln
  • Kardiologie1,8 %24
  • Nephrologie1,2 %17
  • Hämatologie und internistische Onkologie1,2 %16
  • Kinderchirurgie0,81 %11
  • Endokrinologie0,73 %10
  • Sonstige Fachabteilung0,59 %8
  • Intensivmedizin0,44 %6
  • Neurologie0,37 %5
  • Pneumologie0,37 %5
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe0,22 %3
  • Urologie0,22 %3
  • Kinderkardiologie0,15 %2
  • Rheumatologie0,15 %2
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde0,073 %1
  • Lungen- und Bronchialheilkunde0,073 %1
  • Plastische Chirurgie0,073 %1
  • Unfallchirurgie0,073 %1

Gezählt wird die Abteilung mit der längsten Verweildauer des Falls — nicht jede, die den Patienten gesehen hat. Zusammengezählt über alle Dreisteller unter E40-E46.

Gezählt werden Entlassungen, nicht Personen — wer mehrfach im Jahr stationär war, zählt mehrfach. Erfasst ist ausschließlich die Hauptdiagnose: wie oft der Kode als Nebendiagnose vergeben wird, sagt diese Statistik nicht. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Mittelwerte sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte

Änderungen

2010Bestand
Mangelernährung

Seit mindestens 2010 unverändert. Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.

Quelle: ICD-10-GM, Version 2027 — Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification, herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Inhalte werden unverändert wiedergegeben. Datenquellen und Urheberrechte