8-98·Sonstige multimodale Komplexbehandlung
Wie wird die Anzahl der Behandlungstage bei der Kodierung mit dem OPS berechnet?
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Wie ist der Hinweistext '24-Stunden-Arztpräsenz' beim Kode 8-981 Neurologische Komplexbehandlung des akuten Schlaganfalls zu verstehen?
Die Frage, wie im OPS-Kode 8-981 die 24-Stunden-Arztpräsenz zu interpretieren ist, war Gegenstand vieler Anfragen beim DIMDI. Dabei ging es im Wesentlichen darum, ob sich die Präsenz auf die Anwesenheit des Arztes auf der Schlaganfallstation oder im Krankenhaus bezieht. Um auf diese Fragen eine Antwort geben zu können, wurde der Begriff der 24-Stunden-Arztpräsenz präzisiert, ohne dass im Jahr 2006 eine rechtliche bindende Wirkung aus dieser Empfehlung abgeleitet werden kann.
Es wird angestrebt, die Frage der 24-Stunden-Arztpräsenz zukünftig eindeutig zu definieren. Im Rahmen einer Arbeitsgruppe wurde bereits jetzt die folgende Empfehlung von Vertretern der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft, der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK), der Spitzenverbände der Krankenkassen und des DIMDI erarbeitet. Voraussetzung für die Erarbeitung war das Übereinkommen aller Beteiligten, dass es sich ausschließlich um eine Empfehlung handelt.
"Von Montag bis Freitag wird tagsüber eine mindestens 12-stündige Arztpräsenz (Der Arzt kann ein Facharzt oder ein Assistenzarzt in der Weiterbildung zum Facharzt für Neurologie sein. [Die redaktionelle Ergänzung "für Neurologie" erfolgte mit der Version 2012.]) gefordert, bei der sich der jeweilige Arzt auf der Spezialstation für Schlaganfallpatienten ausschließlich um diese Patienten kümmert und keine zusätzlichen Aufgaben zu erfüllen hat. Er kann sich in dieser Zeit nur von der Spezialstation entfernen, um Schlaganfallpatienten zum Beispiel zu sichten, zu übernehmen und zu versorgen.
Während der 12-stündigen Arztpräsenz in der Nacht sowie während der 24-stündigen Arztpräsenz an Wochenenden und an Feiertagen ist es zulässig, dass der Arzt der Spezialstation noch weitere neurologische Patienten versorgt, sofern sich diese in räumlicher Nähe befinden, so dass er jederzeit für die Schlaganfallpatienten der Spezialstation zur Verfügung steht.
Um die "Leitung eines in der Schlaganfallbehandlung erfahrenen Facharztes für Neurologie" sicherzustellen, muss pro ganztägiger regulärer Arbeitszeit von Montag bis Freitag ein Facharzt für Neurologie anwesend sein, in der Regel sollte es sich um den für die spezialisierte Einheit zuständigen Oberarzt handeln. In den übrigen Schichten und am Wochenende muss ein solcher Facharzt für Neurologie über Rufbereitschaft verfügbar sein. Darüber hinaus muss eine tägliche Visite durch einen Facharzt für Neurologie erfolgen, der in der Schlaganfallbehandlung besonders erfahren ist."
Ein Patient wird wegen TIA für 38 Stunden auf der Stroke Unit behandelt, danach Verlegung auf Normalstation. Am dritten stationären Tag tritt wieder eine TIA auf und der Patient wird erneut auf der Stroke Unit für 47 Stunden behandelt.
Kann der OPS 8-981.0 Neurologische Komplexbehandlung des akuten Schlaganfalls, mindestens 24 bis höchstens 72 Stunden in Kombination mit dem ICD-Kode G45.92 Zerebrale transitorische Ischämie, nicht näher bezeichnet: Komplette Rückbildung innerhalb von 1 bis 24 Stunden verschlüsselt werden?
Können die Prozeduren: 8-981.1 Neurologische Komplexbehandlung des akuten Schlaganfalls, mehr als 72 Stunden 8-550.1 Geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlung, mindestens 14 Behandlungstage und 20 Therapieeinheiten parallel kodiert werden?
Ein Mindestmerkmal des OPS 8-981 Neurologische Komplexbehandlung des akuten Schlaganfalls fordert ein 24-Stunden-Monitoring von mindestens sechs der folgenden Parameter: Blutdruck, Herzfrequenz, EKG, Atmung, Sauerstoffsättigung, Temperatur, intrakranieller Druck, EEG, evozierte Potenziale.
Kann die neurologische Komplexbehandlung des akuten Schlaganfalls (OPS-Kode 8-981 beziehungsweise 8-98b) bei „stroke mimics“ verschlüsselt werden?
Im OPS 8-981 Neurologische Komplexbehandlung des akuten Schlaganfalls lautet eines der Mindestmerkmale: „Mindestens viermaliger Erhebung pro vollendetem 24-Stunden-Intervall und Dokumentation des neurologischen Befundes durch einen Arzt zur Früherkennung von Schlaganfallprogression, -rezidiv und anderen Komplikationen.
Krankenhäuser dürfen einen das Vorhalten von personellen und sächlichen Mitteln abbildenden Komplexkode des Operationen- und Prozedurenschlüssels zur Abrechnung einer auch deswegen erhöhten Vergütung nicht kodieren, wenn das Vorhalten dieser Strukturen von ihrem Versorgungsauftrag nicht gedeckt und damit unwirtschaftlich ist.
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Krankenversicherung - Krankenhaus - Vergütung - neurologische Komplexbehandlung eines akuten Schlaganfalls in einer stroke unit - Auslegung des OPS 2007 Kode 8-981 - 24-stündige Anwesenheit eines Facharztes oder eines Assistenzarztes in der Weiterbildung zum Facharzt - halbstündige Transportentfernung
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Kodierrichtlinien und Entscheidungen des Schlichtungsausschusses sind für alle verbindlich; SEG-4-Empfehlungen binden die Begutachtung des MD.
Die Statistik weist 8-981.22 nicht einzeln aus — die Zahlen gehören zu 8-981 mit allen Subkodes.
0,38 % aller Operationen und Prozeduren · Hälfte bei Männern ab etwa 73, bei Frauen ab etwa 79 Jahren
| Altersgruppe | Prozeduren | Männer | Frauen | Anteil |
|---|---|---|---|---|
| unter 1 Jahr | 0 | 0 | 0 | – |
| 1 bis unter 5 Jahre | 1 | 0 | 1 | 0,000 % |
| 5 bis unter 10 Jahre | 0 | 0 | 0 | – |
| 10 bis unter 15 Jahre | 0 | 0 | 0 | – |
| 15 bis unter 18 Jahre | 29 | 15 | 14 | 0,012 % |
| 18 bis unter 20 Jahre | 95 | 45 | 50 | 0,039 % |
| 20 bis unter 25 Jahre | 301 | 148 | 153 | 0,12 % |
| 25 bis unter 30 Jahre | 581 | 299 | 282 | 0,24 % |
| 30 bis unter 35 Jahre | 1.115 | 604 | 511 | 0,46 % |
| 35 bis unter 40 Jahre | 2.011 | 1.127 | 884 | 0,83 % |
| 40 bis unter 45 Jahre | 3.497 | 2.062 | 1.435 | 1,4 % |
| 45 bis unter 50 Jahre | 5.330 | 3.222 | 2.108 | 2,2 % |
| 50 bis unter 55 Jahre | 9.071 | 5.851 | 3.220 | 3,7 % |
| 55 bis unter 60 Jahre | 15.869 | 10.464 | 5.405 | 6,5 % |
| 60 bis unter 65 Jahre | 22.327 | 14.572 | 7.755 | 9,2 % |
| 65 bis unter 70 Jahre | 25.351 | 15.590 | 9.761 | 10 % |
| 70 bis unter 75 Jahre | 30.566 | 17.585 | 12.981 | 13 % |
| 75 bis unter 80 Jahre | 31.293 | 16.544 | 14.749 | 13 % |
| 80 bis unter 85 Jahre | 43.586 | 20.271 | 23.315 | 18 % |
| 85 bis unter 90 Jahre | 36.702 | 14.794 | 21.908 | 15 % |
| 90 bis unter 95 Jahre | 12.339 | 3.975 | 8.364 | 5,1 % |
| ab 95 Jahren | 2.820 | 691 | 2.129 | 1,2 % |
Gezählt werden Operationen und Prozeduren, nicht Fälle — wer im selben Aufenthalt mehrfach untersucht oder operiert wird, zählt mehrfach. Erfasst sind vollstationäre Behandlungen nach der DRG-Statistik. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); Anteile, Summen und Ränge sind eigene Berechnungen. Datenquellen und Urheberrechte
Jahrgänge 2010–2027 und Überleitungstabellen des BfArM. Unterschiede nur in Schreibweise, Abkürzung oder im vorangestellten Text der übergeordneten Rubrik gelten nicht als Änderung.