Ein 77-jähriger Mann mit permanentem Vorhofflimmern ist auf Phenprocoumon eingestellt, eine Tablette täglich. Seit einer Woche nimmt er versehentlich morgens und abends je eine Tablette ein, weil er seinen neuen Medikamentenplan falsch gelesen hat. Er wird wegen einer Makrohämaturie aufgenommen; die INR beträgt 7,4. Phenprocoumon wird pausiert und Vitamin K oral gegeben, die Hämaturie sistiert nach zwei Tagen. Sonographisch finden sich weder Steine noch Raumforderungen der Harnwege. Das Vorhofflimmern wird mit Bisoprolol frequenzkontrolliert weiterbehandelt, die Antikoagulation in der verordneten Dosis wieder aufgenommen.