Eine 45-jährige Frau mit bekannter rezidivierender depressiver Störung nimmt in suizidaler Absicht etwa 30 Tabletten Diazepam zu je 10 mg zusammen mit einer Flasche Wein ein. Ihr Partner findet sie soporös; sie wird wegen des Sopors stationär aufgenommen, die Blutalkoholkonzentration beträgt 1,6 Promille. Sie wird ohne Intubation am Monitor überwacht und ist am nächsten Morgen wieder wach. Der psychiatrische Konsiliararzt diagnostiziert eine gegenwärtig schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome. Am dritten Tag wird sie in eine psychiatrische Klinik verlegt.