Eine 86-jährige Patientin wird mit einem akuten transmuralen Vorderwandinfarkt (ST-Hebungsinfarkt) aufgenommen. Wegen ihres hohen Alters wird nach gemeinsamer Entscheidung mit der Patientin auf eine Herzkatheteruntersuchung verzichtet; sie wird mit Antikoagulation und Plättchenhemmung behandelt. Am zehnten Tag treten erneut starke Brustschmerzen auf, das EKG zeigt neue ST-Hebungen über der Hinterwand und das Troponin steigt wieder an. Die Ärzte diagnostizieren einen erneuten akuten Myokardinfarkt der Hinterwand, der ebenfalls konservativ behandelt wird. Nach Stabilisierung wird die Patientin am 16. Tag entlassen.