Ein 67-jähriger Patient wird wegen erstmals aufgetretener Brustschmerzen in Ruhe stationär aufgenommen; EKG und hochsensitives Troponin sind bei Aufnahme unauffällig, die Aufnahmediagnose lautet instabile Angina pectoris. Am zweiten Tag treten erneut anhaltende Brustschmerzen auf, das Troponin steigt deutlich an, ST-Hebungen finden sich nicht. Die Kardiologen diagnostizieren einen Nicht-ST-Hebungsinfarkt, Typ-1-Infarkt. Die Koronarangiographie (ohne Ventrikulographie und Druckmessung) zeigt eine koronare Zwei-Gefäß-Erkrankung mit hochgradiger Stenose des Ramus interventricularis anterior und mittelgradiger Stenose der rechten Koronararterie. In den Ramus interventricularis anterior wird ein everolimusfreisetzender Stent mit dauerhafter Polymerbeschichtung implantiert, die rechte Koronararterie wird medikamentös behandelt. Der Patient wird am sechsten Tag beschwerdefrei entlassen.