Eine 79-jährige Patientin mit Diabetes mellitus Typ 2 unter intensivierter Insulintherapie hatte nach einer Gewichtsabnahme in den letzten zwei Wochen wiederholt Unterzuckerungen. Am Aufnahmeabend findet ihr Ehemann sie verwirrt und unfähig, selbst etwas zu essen; der Notarzt misst einen Blutzucker von 34 mg/dl und gibt Glukose intravenös, danach ist sie wach und orientiert, bewusstlos war sie zu keinem Zeitpunkt. Das Insulin wurde wie verordnet gespritzt, eine Fehldosierung wird ausgeschlossen. Im Krankenhaus wird der Blutzucker sechsmal täglich gemessen und die Insulindosis schrittweise reduziert; weitere Unterzuckerungen treten nicht auf. Folgeerkrankungen des Diabetes sind nicht bekannt. Im Entlassungsbrief wird der Diabetes als entgleist bezeichnet.