Ein 63-jähriger Mann mit Diabetes mellitus Typ 2 und bekannter diabetischer Polyneuropathie wird wegen eines diabetischen Fußsyndroms mit einem schmerzlosen, nicht infizierten Fußulkus unter dem Großzehengrundgelenk rechts aufgenommen. Die Fußpulse sind kräftig tastbar, der Knöchel-Arm-Index ist normal; eine Durchblutungsstörung besteht nicht. Die Wunde wird täglich gereinigt und verbunden. Weil die Polyneuropathie das Schmerz- und Vibrationsempfinden an beiden Füßen aufgehoben hat, erhält er einen Vorfußentlastungsschuh und wird zur täglichen Selbstkontrolle der Füße angeleitet. Die Blutzuckerwerte liegen während des Aufenthalts mehrfach über 300 mg/dl; die Insulindosis wird bei viermal täglichen Messungen mehrfach angepasst. Im Entlassungsbrief wird der Diabetes als entgleist bezeichnet.